Kairo (dpa) - Zehntausende Ägypter sind am Freitag nach dem Mittagsgebet in Kairo und anderen Städten auf die Straße gegangen, um gegen die Absetzung von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär zu protestieren.

Mit dem «Freitag der Ablehnung» wollten die Islamisten zum Ausdruck bringen, dass sie den «Militärputsch» nicht hinnehmen. Die Kundgebungen verliefen zunächst friedlich. Das Militär hatte angekündigt, dass es durchgreifen werden, sollten die Demonstrationen aus dem Ruder laufen.

Die größte Kundgebung fand vor der Rabia-al-Adawija-Moschee in der Kairoer Vorstadt Nasr City statt. Tausende Menschen strömten auch in Alexandria, Luxor und Damanhur im Nildelta zusammen.

Das Militär hatte Mursi am Mittwoch gestürzt, nachdem er tagelange, zum teil blutige Massenproteste gegen seine Herrschaft nicht hatte beruhigen können. Verfassungsgerichtspräsident Adli Mansur trat die vorübergehende Nachfolge an.

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