Hamburg (dpa) - Der Verband der Öl- und Fetthändler wehrt sich gegen Vorwürfe, dass die Rohstoffe für Futtermittel nicht ausreichend kontrolliert würden.

«Alle Betriebe in der Lebensmittelkette haben in den vergangenen zehn Jahren ein umfangreiches Qualitätsmanagement aufgebaut», sagte Christof Buchholz, Geschäftsführer des Deutschen Verbandes des Großhandels mit Ölen, Fetten und Ölrohstoffen (Grofor), der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg.

In den größeren Betrieben würden die Lieferungen mit einem Monitoringsystem genau kontrolliert. Das betreffe nicht nur Dioxin, sondern auch die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Schwermetalle oder andere potenziell gesundheitsschädliche Stoffe. Kleinere Betriebe würden ihre Handelswaren stichprobenartig überprüfen.

«Fettsäuren sind eine wertvolle und hochwertige Futterkomponente, die von den Tieren für ihr Wachstum auch benötigt wird», sagte Buchholz. Über mögliche Veränderungen der Nachfrage lasse sich jetzt noch nichts sagen. Klar sei aber, dass der aktuelle Dioxin-Skandal für die Branche einen schweren Image-Schaden bedeute. «Dabei sind die Tage, an denen das Futter fragwürdige Komponenten enthielt, lange vorbei», sagte er.

Sollte aber im aktuellen Fall kriminelle Energie im Spiel gewesen sein, seien alle Kontrollen zur Qualitätssicherung wirkungslos.

In dem Verband Grofor sind rund 120 Mitglieder organisiert, die unter anderem mit pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten sowie mit Ölrohstoffen und Fettsäuren zu tun haben. Mitglieder sind Händler, Produzenten und Konsumenten, Vermittler und Agenten aus ganz Europa.

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