Giftopfer
Auch der ehemalige ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko (l.) und Kremlgegner Alexander Litwinenko wurden Opfer von Giftattentaten. Foto: Archiv

Auch der ehemalige ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko (l.) und Kremlgegner Alexander Litwinenko wurden Opfer von Giftattentaten. Foto: Archiv

dpa

Auch der ehemalige ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko (l.) und Kremlgegner Alexander Litwinenko wurden Opfer von Giftattentaten. Foto: Archiv

Kuala Lumpur/Seoul (dpa) - Anschläge mit Gift sind gerade bei Geheimdiensten ein beliebtes Mittel, um Gegner auszuschalten. Einige spektakuläre Fälle:

Der Kremlgegner ALEXANDER LITWINENKO wird 2006 mit radioaktiv verseuchtem Tee in London vergiftet. Das darin enthaltene Polonium 210 tötet ihn nach drei Wochen. Britischen Ermittlungen zufolge stecken frühere russische Geheimdienstler hinter dem Mord an dem abtrünnigen Exilanten.

Nach einem Essen mit ukrainischen Geheimdienstlern im Jahr 2004 erkrankt der damalige ukrainische Oppositionspolitiker VIKTOR JUSCHTSCHENKO schwer. Ärzte stellen einen 50 000-fach erhöhten Spiegel des Giftes Dioxin in seinem Blut fest. Der spätere Präsident des Landes überlebt, bleibt aber mit starken Narben im Gesicht gezeichnet. Er vermutet die Hintermänner in Moskau.

Auf den Hamas-Führer CHALED MASCHAAL verüben Agenten des israelischen Mossad 1997 in der jordanischen Hauptstadt Amman einen Anschlag, indem sie ihm Gift ins Ohr sprühen oder injizieren. Maschaal ringt mit dem Tod, überlebt aber, weil Israel auf internationalen Druck hin ein Gegengift liefert.

Im Jahr 1978 wird der bulgarische Dissident GEORGI MARKOW in London von einem Mann mit einem präparierten Regenschirm vergiftet. Markow stirbt wenige Tage später. In seinem Bein finden Ärzte eine Kapsel mit hochgiftigem Rizin. Hinter dem Mord wird das damalige kommunistische Regime in Bulgarien vermutet.

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