Rom (dpa) - Das Beben von Messina (Sizilien) im Jahr 1908 gilt als eine der schwersten Naturkatastrophen in Europas jüngerer Geschichte. Rund 100.000 Menschen kamen damals schätzungsweise ums Leben.

Doch auch heute ist die Erdbebengefahr in Italien groß, derzeit vor allem in der Mitte des Landes:

Oktober 2016: Das stärkste Beben seit 1980 trifft Mittelitalien und macht Tausende obdachlos. Die Erdstöße mit der Stärke 6,5 zerstören historische Ortschaften in der Apennin-Gebirgsregion, Tote gibt es nicht. Wenige Tage zuvor wurden die Regionen Marken und Umbrien von zwei starken Erdstößen getroffen. Tausende Nachbeben suchen die ohnehin schon verwüstete Region heim.

August 2016: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 legt den Norden der italienischen Provinz Rieti in Trümmer. 298 Menschen sterben, mehr als 3000 sind obdachlos. Der Ort Amatrice ist besonders getroffen.

Mai 2012: Schwere Erdstöße und Hunderte Nachbeben erschüttern Nordostitalien. Bilanz: mehr als 25 Tote und ein Milliardenschaden.

April 2009: Ein Erdbeben verwüstet die mittelitalienische Stadt L'Aquila. Es gibt 309 Tote, rund 70 000 Menschen werden obdachlos.

Oktober 2002: Ein Beben lässt eine Dorfschule im mittelitalienischen San Giuliano di Puglia einstürzen. Mehr als 25 Kinder und eine Lehrerin sterben.

September 1997: In den Regionen Umbrien und Marken beschädigt ein Beben die Basilika von Assisi und etwa 9000 weitere Gebäude. Zwölf Menschen sterben.

1990: Bei einem Beben in Ostsizilien kommen 19 Menschen um.

1980: Rund 3000 Menschen sterben bei einem Beben in Süditalien.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer