Die Ministerpräsidentin des Saarlands Annegret Kramp-Karrenbauer will die Koalition mit der FDP nicht bis zum Ende der Wahlperiode fortzusetzen. Foto: Bernd von Jutrczenka
Die Ministerpräsidentin des Saarlands Annegret Kramp-Karrenbauer will die Koalition mit der FDP nicht bis zum Ende der Wahlperiode fortzusetzen. Foto: Bernd von Jutrczenka

Die Ministerpräsidentin des Saarlands Annegret Kramp-Karrenbauer will die Koalition mit der FDP nicht bis zum Ende der Wahlperiode fortzusetzen. Foto: Bernd von Jutrczenka

dpa

Die Ministerpräsidentin des Saarlands Annegret Kramp-Karrenbauer will die Koalition mit der FDP nicht bis zum Ende der Wahlperiode fortzusetzen. Foto: Bernd von Jutrczenka

Saarbrücken (dpa) - Schon als Ministerin galt Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Politikerin mit eigenem Kopf.

Die 49-jährige Politikwissenschaftlerin, seit August erste Frau an der Spitze des Saarlandes, hat in ihren langen Jahren am Kabinettstisch stets ein offenes Ohr für Argumente gezeigt, auch wenn diese nicht immer auf Parteilinie lagen.

Sie selbst sieht sich als «unaufgeregte Konservative» ohne Berührungsängste - was sie auch nach dem Platzen der bundesweit ersten Jamaika-Koalition wieder unter Beweis stellte. Ruhig und gelassen las sie am Freitag dem bisherigen Regierungspartner FDP vor Journalisten die Leviten.

Die Koalition aus Grünen, FDP und CDU führte Kramp-Karrenbauer seit dem 10. August. Der Start war holprig - auf ihrem Weg an die Regierungsspitze im Saarland brauchte sie zwei Anläufe. Als Herausforderer sorgte SPD-Landeschef Heiko Maas für einen Wahlkrimi.

Zwei Wochen nach der Wahl zur Regierungschefin übernahm Kramp-Karrenbauer von ihrem Vorgänger Peter Müller (CDU) das Justizministerium. Müller wechselte als Richter ans Bundesverfassungsgericht. Vor diesem Karrieresprung stand Kramp-Karrenbauer dem Ministerium für Arbeit und Soziales vor. Zwischen 2000 und 2004 hatte Kramp-Karrenbauer bereits das Innenministerium geleitet, bevor sie ins Bildungsressort wechselte.

Erfahrungen, die sie gut gebrauchen kann im Politzirkus. Denn in der Bundespolitik schwamm sie bereits häufiger gegen den Strom und vertrat konträre Meinungen zu anderen Unions-Politikern - etwa, als sie für eine Diskussion über höhere Steuern für Besserverdienende plädierte oder die frühere Entscheidung zur Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke offen einen Fehler nannte.

Die immer wieder Dialekt sprechende Mutter von drei Kindern ist im Saarland fest verwurzelt. Sie wurde in einer Umfrage zur beliebtesten Politikerin des Bundeslandes gekürt.

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