Frankfurt/Edinburgh (dpa) - Der Erfolg der Unabhängigkeitsgegner in Schottland hat dem britischen Pfund am Freitag leichten Auftrieb gegeben.

Am Morgen wurde die Währung des Vereinigten Königreichs bei 1,6473 US-Dollar und 1,2753 Euro gehandelt - jeweils etwa ein halbes Prozent höher als am Vortag. Die schottische Unabhängigkeitsbewegung hatte zuvor ihre Niederlage beim Referendum über eine Loslösung von Großbritannien eingeräumt.

Das Pfund hatte bereits in den vergangenen Tagen zugelegt, nachdem jüngste Umfragen ein Scheitern der Befürworter einer Abspaltung angedeutet hatten. Zuvor war die britische Währung aber kräftig unter Druck geraten. Ihr Kurs war seit Anfang September von rund 1,66 Dollar auf zeitweise etwa 1,61 Dollar abgesackt.

Der Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich dürfte - zusammen mit starken Vorgaben der US-Börsen - am Freitag auch dem Dax zugutekommen. Händler erwarteten beim deutschen Leitindex ein Plus von rund 0,7 Prozent. Wegen der möglichen Auswirkungen einer Unabhängigkeit auf den britischen Finanzmarkt, die Zukunft der EU und Nato sowie die Währungsfrage in Schottland war das Referendum auch in der Wirtschaft mit großer Aufmerksamkeit verfolgt worden.

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