Bielefeld (dpa) - Der Dioxin-Skandal geht nach Ansicht des Biodiesel-Herstellers Petrotec nicht auf seine technischen Mischfettsäuren aus Altspeisefetten zurück.

«Proben der technischen Mischfettsäure haben ergeben, dass die Dioxinbelastung selbst unter den Grenzwerten für Futtermittel liegen», sagte der Sprecher des Unternehmens Petrotec, Michael Fiedler-Panajotopoulos, dem Bielefelder «Westfalen-Blatt» (Donnerstag). Die Verunreinigung müsse beim Futtermittelhersteller Harles und Jentzsch geschehen sein.

Der Sprecher sagte, seine Firma habe Labore in Deutschland und den Niederlanden mit der Untersuchung beauftragt. Das Ergebnis von neun Proben (von insgesamt 15) liege bereits vor.

Der Sprecher betonte, die Mischfettsäure sei nicht für die Futtermittelindustrie, sondern nur zur technischen Verwendung geeignet und bestimmt gewesen. Sollten die Behörden, die ebenfalls bei der Raffinerie der Firma Petrotec in Emden Proben genommen hätten, die Laborergebnisse bestätigen, werde gegen Harles und Jentzsch Schadenersatzanspruch angemeldet, kündigte Fiedler-Panajotopoulos an.

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