London (dpa) - Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich und teilt sich eine Insel mit der Republik Irland. Die Region ist mit einer Fläche von rund 14 100 Quadratkilometern etwa so groß wie Schleswig-Holstein und umfasst sechs der einstmals neun Grafschaften der Provinz Ulster.

Nach der Unabhängigkeit Irlands im Jahr 1922 blieb allein dieses irische Gebiet noch mit der britischen Krone in einer Union verbunden.

Das Staatsoberhaupt ist Königin Elizabeth II.. Als Regierungschefin des Vereinigten Königreichs steht die britische Premierministerin Theresa May auch Nordirland vor. Die Regionalregierung von Arlene Foster zerbrach zuletzt, als die katholisch-republikanische Sinn-Fein-Partei die Zusammenarbeit mit der pro-britischen und protestantischen DUP (Democratic Unionist Party) aufgekündigt hatte.

Das nordirische Statistikamt zählte Mitte 2015 rund 1,85 Millionen Einwohner, von denen rund 340 000 in der Hauptstadt Belfast leben. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2011 gaben rund 41 Prozent der Menschen an, katholisch zu sein. Etwa genauso viele bezeichneten sich als protestantisch oder einer anderen christlichen Kirche angehörig.

Da zwischen 1969 und 2001 mehr als 3600 Menschen in einem blutigen Bürgerkrieg ihr Leben verloren, wird auch heute noch der Lebensbereich beider Konfessionen in Nordirland streng getrennt - etwa über sogenannte peace lines, also Mauern oder Zäune zwischen den diversen Nachbarschaften.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer