Nürnberg (dpa) - Wie auch immer die Zukunft der Mitarbeiter der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann aussieht - zumindest statistisch sind ihre Chancen bei der Suche nach einem neuen Job gar nicht so schlecht. Allerdings gibt es beim Jobangebot für Verkäufer deutliche regionale Unterschiede.

Gut ist die Arbeitslage für Lebensmittelverkäuferinnen etwa in Bayern, wo es im August bei geringer Arbeitslosigkeit knapp 1800 freie Stellen gab. Ganz schwierig ist dagegen die Jobsuche für Lebensmittel-Verkäufer und Verkäuferinnen in Berlin. Dort waren der Bundesagentur im August gerade Mal 203 freie Stellen gemeldet worden.

Auch im bevölkerungsreichen Flächenstaat Nordrhein-Westfalen, wo besonders viele Tengelmann-Mitarbeiter betroffen sein könnten, sieht es kaum besser aus: Dort gab es im August zwar 1766 offene Stellen in Lebensmittelsupermärkten. Allerdings suchen dort schon jetzt mehr als 9400 Männer und Frauen einen Job als Supermarktverkäufer.

Bundesweit gab es im August nach Bundesagentur-Angaben gut 9000 freie Stellen für Lebensmittelverkäufer - und damit 1157 mehr als noch vor einem Jahr. Die besten Chancen haben ausgebildete Fachverkäuferinnen: Für sie gab es im August bundesweit mehr als 8500 Jobangebote. Dagegen wurden in dem Monat gerade mal 502 Verkaufshelfer gesucht.

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