Harles und Jentzsch
Die Futtermittel-Firma Harles und Jentzsch war Ausgangspunkt des Dioxin-Skandals.

Die Futtermittel-Firma Harles und Jentzsch war Ausgangspunkt des Dioxin-Skandals.

dpa

Die Futtermittel-Firma Harles und Jentzsch war Ausgangspunkt des Dioxin-Skandals.

Berlin (dpa) - Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn hat die Vergabe des QS-Prüfzeichens an das im Dioxin-Skandal unter Verdacht geratene Unternehmen Harles und Jentzsch kritisiert.

«Ich möchte gerne wissen, warum eigentlich. Das kann doch nicht angehen, dass ein Unternehmen, das im Herbst aktuell ein schönes QS-Zeichen bekommen hat, massiv gegen Verbraucherinteressen verstößt», sagte Höhn in der TV-Sendung «Das Duell» bei n-tv vom Dienstag. «Das Eigenkontrollsystem der Lebensmittel- und Futterwirtschaft hat nicht funktioniert.»

Mit dem QS-Prüfzeichen werden Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Obst, Gemüse und Kartoffeln gekennzeichnet. Das Unternehmen, das das Siegel vergibt, gehört Verbänden der Ernährungswirtschaft. Grundlage für das Prüfzeichen ist die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen.

Der Fall der Firma Harles und Jentzsch zeige, dass sich dieses Selbst-Kontrollsystem nicht bewähre, sagte Höhn. «Insofern ist es ein massiver Fehler, dass die Zahl der staatlichen Kontrolleure abgebaut wurde. (...) .» Die Grünen-Politikerin forderte, nur noch nachhaltige Landwirtschaft finanziell zu fördern. Außerdem müsse dem Verbraucher sein Essen mehr wert werden. «Wir haben teure Autos und niedrige Lebensmittelpreise. Das ist typisch für die Deutschen.»

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