Muslimbrüder
Bis auf wenige Ausnahmen sitzen die politischen Führer der Muslimbrüderschaft im Gefängnis. Foto: Khaled Elfiqi

Bis auf wenige Ausnahmen sitzen die politischen Führer der Muslimbrüderschaft im Gefängnis. Foto: Khaled Elfiqi

dpa

Bis auf wenige Ausnahmen sitzen die politischen Führer der Muslimbrüderschaft im Gefängnis. Foto: Khaled Elfiqi

Kairo (dpa) - Die Muslimbruderschaft wurde 1928 von dem ägyptischen Volksschullehrer Hassan al-Banna (1906-1949) gegründet.

Ihr Ziel ist bis heute die Umformung der Gesellschaft nach islamischen Moralvorstellungen und die Errichtung eines Staates, der auf den Prinzipien des islamischen Rechts («Scharia») beruht. Sie hat Ableger in anderen arabischen Ländern.

In ihren Anfängen traten die Muslimbrüder militant auf, später schworen sie in Ägypten offiziell der Gewalt ab. Im Land blieben sie lange verboten und arbeiteten zum Teil im Untergrund. Der Sturz von Langzeitpräsident Husni Mubarak im Februar 2011 eröffnete den Muslimbrüdern in Ägypten neue Möglichkeiten.

Im Juni 2012 gewann ihr Kandidat Mohammed Mursi die Präsidentenwahl, ehe er ein Jahr später nach Massenprotesten vom Militär gestürzt wurde.

Nach dem Coup wurde die Muslimbruderschaft in Ägypten als Terrororganisation eingestuft und offiziell verboten. Bis auf wenige Ausnahmen sitzen ihre politischen Führer im Gefängnis.

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