Hier irrten die Ratingagenturen: Das Desaster rund um Lehman Brothers im September 2008 hatten sie nicht vorhergesehen. Foto: Peter Foley/Archiv
Hier irrten die Ratingagenturen: Das Desaster rund um Lehman Brothers im September 2008 hatten sie nicht vorhergesehen. Foto: Peter Foley/Archiv

Hier irrten die Ratingagenturen: Das Desaster rund um Lehman Brothers im September 2008 hatten sie nicht vorhergesehen. Foto: Peter Foley/Archiv

dpa

Hier irrten die Ratingagenturen: Das Desaster rund um Lehman Brothers im September 2008 hatten sie nicht vorhergesehen. Foto: Peter Foley/Archiv

Berlin (dpa) - Die Bewertungen der Ratingagenturen sind umstritten. Ihnen wird vorgeworfen, die Finanzkrise 2008 mit verursacht zu haben, weil sie Bestnoten für Wertpapiere vergaben, in denen faule US-Immobilienkredite gebündelt waren. Damit führten sie Anleger, darunter gerade auch deutsche Banken, in die Irre.

In Europa wird zudem kritisiert, dass die drei profitorientierten US-Unternehmen Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch den Markt dominieren und in der Regel ausgerechnet von denen, die sie bewerten, auch bezahlt werden. Die Wissenschaftler Hanno Beck und Helmut Wienert von der Hochschule Pforzheim sprechen von einem «engen Oligopol mit hohen Gewinnspannen und schlechter Bewertungsleistung».

In der Schuldenkrise basieren die Benotungen einzelner Länder oder Banken häufig auf schon bekannten Daten, sorgen aber zum Veröffentlichungszeitpunkt an den Märkten für erneute Verunsicherung. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier wollte daher die Bewertungen von Euro-Krisenländern unter bestimmten Umständen vorübergehend verbieten, konnte sich aber in diesem Punkt nicht durchsetzen. Immer wieder gibt es Forderungen nach einer unabhängigen europäischen Ratingagentur.

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