Zum zweitschwersten Bahnunfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte kam es, als mehrere ICE-Waggons bei Tempo 200 an einer Brücke vor dem Bahnhof Eschede zerschellten. Foto: Ingo Wagner/Archiv
Zum zweitschwersten Bahnunfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte kam es, als mehrere ICE-Waggons bei Tempo 200 an einer Brücke vor dem Bahnhof Eschede zerschellten. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Zum zweitschwersten Bahnunfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte kam es, als mehrere ICE-Waggons bei Tempo 200 an einer Brücke vor dem Bahnhof Eschede zerschellten. Foto: Ingo Wagner/Archiv

dpa

Zum zweitschwersten Bahnunfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte kam es, als mehrere ICE-Waggons bei Tempo 200 an einer Brücke vor dem Bahnhof Eschede zerschellten. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Berlin (dpa) - Zerfetzte Waggons, blutende Menschen: Die Bilder vom Zugunglück in Spanien rufen Erinnerungen an den bisher schwersten Bahnunfall in der Bundesrepublik Deutschland hervor.

Am 3. Juni 1998 kurz vor 11 Uhr entgleist der Intercity-Express 884 «Wilhelm Conrad Röntgen» bei Eschede in Niedersachsen bei Tempo 200 und prallt gegen eine Betonbrücke. 101 Menschen sterben, 88 Reisende werden schwer verletzt. Der Zug war auf dem Weg von München nach Hamburg.

Den ersten Helfern am Unglücksort bieten sich furchtbare Bilder: Opfer liegen blutend und eingeklemmt in den zerstörten Waggons und unter den Betonmassen der eingestürzten Straßenbrücke. Zugpassagiere, die sich selbst retten konnten, irren unter Schock am Unfallort umher.

Unglücksursache war ein gebrochener Radreifen, der sich an einer Weiche vor der Brücke verhakte. Die Bahn zahlt den Hinterbliebenen für jeden Toten 30 000 Mark (etwa 15 000 Euro) Schmerzensgeld. Ein Strafverfahren gegen die Bahn und den Reifenhersteller wird 2003 eingestellt.

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