Berlin (dpa) - Linksfraktionschef Gregor Gysi hat Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) eine Mitverantwortung für den Erfolg der Links-Rechts-Regierung in Athen gegeben.

Beide hätten die frühere Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds und deren Auflagen für Athen instrumentalisiert, sagte Gysi im Bundestag. Merkel und Schäuble hätten so zum Wahlerfolg der mit der Linken verbündeten Syriza-Partei beigetragen.

Dieser Kurs habe zu Sozialabbau, hoher Arbeitslosigkeit und einem Zusammenbruch der medizinischen Versorgung in dem Land geführt, sagte Gysi. «Das war eine Kamikazepolitik, die Sie dort an den Tag gelegt haben.» Die Linksregierung breche nun mit der gescheiterten Kürzungspolitik und habe die ganze Europäische Union durcheinandergebracht. «Da sehen Sie mal, was eine linke Regierung alles kann.» Erneut forderte Gysi eine Art Marshallplan zum Wiederaufbau Griechenlands. Dort müsse investiert werden, damit das Land wieder auf die Beine komme.

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