Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hält nach dem tödlichen Anschlag auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen eine Anhebung der bundesweiten Sicherheitsstufe nicht für notwendig.

«Nach dem jetzigen Erkenntnisstand liegen (...) keine Anhaltspunkte dafür vor, dass eine bundesweite, flächendeckende Erhöhung der polizeilichen Präsenz anzuordnen wäre», sagte Friedrich bei seinem ersten Auftritt als Minister am Donnerstag in Berlin. Die verdeckten Maßnahmen und Ermittlungen liefen auf Hochtouren.

Ein 21 Jahre alter Kosovo-Albaner aus Frankfurt hatte am Mittwoch an einem Militärbus am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschossen und zwei weitere schwer verletzt. Sie schwebten am Donnerstagmorgen noch in Lebensgefahr. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen einer «islamistisch motivierten Tat».

Friedrich verurteilte den Anschlag aufs Schärfste. Sein Mitgefühl sei bei den Familien der Opfer. Der Anschlag sei auch deswegen so schmerzlich, «weil die engsten Verbündeten getroffen sind auf unserem Boden. (...) Für die Bundesregierung steht fest, dass in dieser Stunde wir noch enger zusammenrücken mit unseren amerikanischen Freunden.»

Die Behörden würden in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den US-Dienststellen alles dafür tun, die Tat aufzuklären. Einzelheiten zu den Ermittlungen teilte Friedrich nicht mit.

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