Freiburg (dpa) - Während die Enthüllungs-Plattform Wikileaks ihre angestammte Internet-Adresse wikileaks.org verloren hat, ist die deutsche Web-Anschrift wikileaks.de weiterhin erreichbar.

Unter ihr findet man allerdings nicht die gerade heiß diskutierten vertraulichen Papiere des US-Außenministeriums, sondern nur eine frühere Wikileaks-Enthüllung. Dabei geht es um das Video eines amerikanischen Hubschrauberangriffs in Bagdad, bei dem auch Zivilisten getötet wurden.

Die Adresse wikileaks.de gehört einem Internetspezialisten aus Freiburg. Der Domainname sei seit vier Jahren in seinem Besitz, sagte der 24 Jahre alte Systemadministrator am Mittwoch in Freiburg. Er bestätigte damit einen Bericht der «Badischen Zeitung». Einfluss auf den Inhalt der Seiten nehme er nicht. Die Wikileaks-Dokumente werden seinen Angaben zufolge über einen sogenannten Spiegelserver auf die deutsche Adresse geleitet. Er rechne mit virtuellen Angriffen auf die Seite, um sie aus dem Netz zu drängen.

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