Putins Träne
Putin vor Anhängern im Moskauer Stadtzentrum: «Es war der Wind», sagt er später zu seinen tränenden Augen. Foto: Yuri Kochetkov

Putin vor Anhängern im Moskauer Stadtzentrum: «Es war der Wind», sagt er später zu seinen tränenden Augen. Foto: Yuri Kochetkov

dpa

Putin vor Anhängern im Moskauer Stadtzentrum: «Es war der Wind», sagt er später zu seinen tränenden Augen. Foto: Yuri Kochetkov

Moskau (dpa) - Eine Träne von Wladimir Putin auf der Siegesfeier in Moskau hat in Russland nach der Präsidentenwahl für Erstaunen gesorgt. «Ja, das war eine echte Träne», beteuerte Putin in der Zeitung «Komsomolskaja Prawda».

Doch der Grund sei der kalte Wind im Moskauer Stadtzentrum gewesen, wo der Regierungschef, dem oft Gefühlskälte nachgesagt wird, zu Zehntausenden Anhängern sprach.

Im Internet schlug Putin hingegen Spott entgegen. «Moskau glaubt den Tränen nicht», hieß es zu einem weit verbreiteten Foto - in Anspielung auf den gleichnamigen oscargekrönten Sowjetfilm.

Der bekannte Blogger Alexej Nawalny ätzte, Putin habe allen Grund zum Weinen gehabt. «Er schaute sich um und dachte: "Oh Gott, was habe ich getan?"», sagte Nawalny dem kremlkritischen TV-Sender Doschd. Putin gewann die von Manipulationsvorwürfen überschattete Abstimmung am Sonntag nach offiziellen Angaben mit mehr als 63 Prozent der Stimmen.

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