Musterung
Eine Ärztin untersucht in einem Kreiswehrersatzamt einen Wehrpflichtigen.

Eine Ärztin untersucht in einem Kreiswehrersatzamt einen Wehrpflichtigen.

dpa

Eine Ärztin untersucht in einem Kreiswehrersatzamt einen Wehrpflichtigen.

Berlin (dpa) - Die Zukunft der 52 Kreiswehrersatzämter wird voraussichtlich erst Mitte nächsten Jahres feststehen. Bis dahin werde im Rahmen der von Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geplanten Reform über die Strukturen der Bundeswehr entschieden werden.

Erst dann könnten konkrete Aussagen zu Standorten und Dienststellen wie die Kreiswehrersatzämter gemacht werden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums vergangenen Donnerstag der dpa in Berlin. Ende Januar werde eine Arbeitsgruppe Vorschläge über die künftige Struktur der Bundeswehr vorlegen.

Zu den Aufgaben der 5000 Mitarbeiter in den Kreiswehrersatzämtern gehört bisher die Musterung der Wehrpflichtigen, die mit dem Aussetzen der Wehrpflicht wegfällt. Dann ist auch die verpflichtende Musterung - also die medizinische und psychologische Eignungsprüfung aller jungen Männer - ausgesetzt.

Zu den Aufgaben der Kreiswehrersatzämter gehört daneben aber auch der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, bei dem es unter anderem darum geht, den Wiedereinstieg von Zeitsoldaten ins zivile Berufsleben zu unterstützen. Zudem kümmern sich die Mitarbeiter der Ämter um die Einberufung von Reservisten. Auch in Zukunft müssen die Kandidaten für den geplanten Freiwilligendienst in der Bundeswehr gemustert werden. Guttenberg will für diesen Dienst 7500 bis 15 000 junge Leute im Jahr anwerben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer