Berlin (dpa) - Jeder zweite deutsche Internetnutzer hat schon mal Hasskommentare im Netz gelesen. Jeder neunte wurde sogar persönlich beleidigt oder bedroht. Nach einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom ist das Phänomen also weit verbreitet.

Doch wie kann man die in den vergangenen Jahren steigende Flut an Kommentaren eindämmen? Politiker, Anwälte und Verbände werfen sozialen Medien wie Facebook vor, die - mitunter strafbaren - Kommentare nicht konsequent und nicht schnell genug zu löschen.

Das Internationale Auschwitz Komitee etwa kritisierte Facebook jüngst mit den Worten, das Netzwerk sei «massiv an der Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas» beteiligt. Neben Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) kritisierten auch Politiker anderer Parteien, dass Facebook seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkomme.

Facebook hat eine sehr eigene Sicht darauf, was erlaubt und was verboten sein sollte: Weibliche Brustwarzen wurden regelmäßig gelöscht, Beleidigungen und Aufrufe zur Gewalt nicht. Das Unternehmen schweigt sich darüber aus, welche Kriterien genau angelegt werden und wer welche Löschungen vornimmt.

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