Ulm/Düsseldorf (dpa) - Die Aberkennung des Doktortitels von Annette Schavan ist für die CDU in ihrem Wahlkreis kein Grund für Zweifel an der Bundesbildungsministerin.

Die Entscheidung der Uni Düsseldorf mache endlich den Weg frei für eine rechtliche Prüfung, sagte der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Alb-Donau/Ulm, Paul Glökler, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. «Jetzt kann sie dagegen angehen. Und ich bin gespannt, was dann noch rauskommt.» Er sei überzeugt, dass seine Parteifreundin ihren Titel am Ende zurückbekomme.

Für den Fraktionschef der CDU in Ulm, Thomas Kienle, hat die Universität nur «eine vorgefertigte Meinung bestätigt». Positiv sei, dass im nun kommenden Klageverfahren die Betroffene gehört werden könne. Kienle gab sich überzeugt, dass Schavan keine Täuschungsabsicht nachgewiesen werden könne. Trotz der Plagiatsvorwürfe war Schavan erst Ende Januar in ihrem Heimatwahlkreis wieder als CDU-Bundestagskandidatin aufgestellt worden. 96 Prozent der Delegierten des Kreisverbands Alb-Donau/Ulm stimmten für die 57-Jährige.

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