Istanbul (dpa) - Im Auswärtigen Amt ist das Weihnachts-Verbot an einer von Deutschland geförderten Schule in der Türkei auf Unverständnis gestoßen.

«Wir verstehen die überraschende Entscheidung der Leitung des Istanbul Lisesi nicht», hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. «Es ist sehr schade, dass die gute Tradition des vorweihnachtlichen interkulturellen Austausches an einer Schule mit langer deutsch-türkischer Tradition in diesem Jahr ausgesetzt wurde. Wir nehmen das natürlich mit unseren türkischen Gesprächspartnern auf.»

Die türkischen Behörden hatten zuvor das Thema Weihnachten aus dem Unterricht im Istanbul Lisesi verbannt. «Es gilt nach Mitteilung der türkischen Schulleitung eben, dass ab sofort nichts mehr über Weihnachtsbräuche und über das christliche Fest im Unterricht mitgeteilt, erarbeitet sowie gesungen wird», heißt es in einer E-Mail, die die Leitung der deutschen Abteilung des Istanbul Lisesi an das Kollegium schickte und die der dpa vorliegt.

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