Berlin (dpa) - Große Showtreppe, Sketche mit anderen Stars und viel Musik und Tanz: Der Fernsehstar Peter Alexander (1926 bis 2011) reihte sich in die Riege der letzten Allrounder im deutschen Fernsehen ein.

Dazu gehörten neben ihm noch Showmaster wie Peter Frankenfeld (1913 bis 1979), Harald Juhnke (1929 bis 2005) oder Rudi Carrell (1934 bis 2006). Klischee über das Publikum ihrer Shows vor dem heimischen Bildschirm: Oma und Enkel lümmeln sich gemeinsam auf dem Sofa und schauen den Herren zu.

Im ZDF moderierte «Peter, der Große» von 1969 bis 1978 die Samstagabendshow «Peter Alexander präsentiert Spezialitäten». Er sang und spielte in Sketchen, teils live, teils als Filmeinspielung. Dazwischen gab es viel Musik von prominenten deutschen Gästen: Musical, Operette, und Schlager wechselten sich ab. Oft sang Alexander mit den Gästen ein Duett oder spielte mit ihnen gemeinsam einen Sketch. Die Show wurde unregelmäßig ausgestrahlt, insgesamt 13 mal. 1969 bis 1972 gab es sie zwei- bis dreimal pro Jahr, 1974 bis 1978 nur noch jährlich zur Adventszeit. 1976 fiel sie ganz aus.

Acht Jahre nach der letzten Show sendete das ZDF am 26. April 1986 ein neues Spezial unter dem Titel: «Peter Alexander präsentiert Spezialitäten: Ein Tag in Wien mit Peter Alexander und Günter Pfitzmann.» Im Jahr darauf wurde das Konzept unter dem Titel «Die Peter Alexander Show» wiederbelebt. Nach der Ausgabe 1987 ging die Show von 1990 bis 1994 jährlich in der Weihnachtszeit über die Bühne.

Nach Peter Alexanders Rückzug starb das Genre der Allrounder-Show aus. Der Künstler stirbt genau an dem Tag, an dem der wohl bedeutendste Showmaster der nächsten Generation, Thomas Gottschalk, seinen Abschied von «Wetten, dass..?» erklärt. Gottschalk war zwar nicht mehr der Universalunterhalter - aber er machte immer noch Fernsehen für alle Generationen. Jetzt scheint das Fernsehen Leuten überlassen, die sich auf Moderieren, Interviewen oder In-der-Jury-Sitzen bei einer Castingshow beschränken.

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