Der Bundesvorsitzende der Partei Alternative für Deutschland, Bernd Lucke. Der Kurs der Bundesregierung in der Griechenland-Krise war Ursache der Afd-Entstehung. Foto: Rainer Jensen
Der Bundesvorsitzende der Partei Alternative für Deutschland, Bernd Lucke. Der Kurs der Bundesregierung in der Griechenland-Krise war Ursache der Afd-Entstehung. Foto: Rainer Jensen

Der Bundesvorsitzende der Partei Alternative für Deutschland, Bernd Lucke. Der Kurs der Bundesregierung in der Griechenland-Krise war Ursache der Afd-Entstehung. Foto: Rainer Jensen

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Der Bundesvorsitzende der Partei Alternative für Deutschland, Bernd Lucke. Der Kurs der Bundesregierung in der Griechenland-Krise war Ursache der Afd-Entstehung. Foto: Rainer Jensen

Berlin (dpa) - AfD-Chef Bernd Lucke sieht sich durch einen Medienbericht über eine geänderte Haltung der Bundesregierung zu einem Euro-Austritt Griechenlands bestätigt.

«Ich begrüße die späte Einsicht von Frau (Bundeskanzlerin Angela) Merkel und (Finanzminister Wolfgang) Schäuble, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro verkraftbar wäre», sagte der Vorsitzende der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Bundesregierung habe jahrelang die Wähler irregeführt und Katastrophenszenarios für den Fall eines griechischen Euroaustritts an die Wand gemalt. Dabei sei es jedem Fachmann immer klar gewesen, dass es geeignete Sicherungsmechanismen gibt, um ein kleines Land wie Griechenland geordnet aus dem Euro zu führen, betonte Lucke.

«Der Spiegel» hatte zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, Merkel und Schäuble (beide CDU) hielten ein Ausscheiden des Krisenlandes aus der Währungsgemeinschaft inzwischen für verkraftbar. Grund für diese Einschätzung seien Fortschritte, die die Eurozone seit dem Krisenhöhepunkt 2012 gemacht habe. Die Bundesregierung halte ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro für nahezu unausweichlich, sollte das Land nach der Parlamentswahl im Januar seinen Sparkurs unter dem möglicherweise siegreichen Linksbündnis von Alexis Tsipras aufgeben.

Weder Kanzleramt noch Finanzministerium wollten den Bericht am Samstag kommentieren.

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