«Costa Concordia»
Aus dem Unglücksschiff droht Öl auszulaufen. Foto: Massimo Percossi

Aus dem Unglücksschiff droht Öl auszulaufen. Foto: Massimo Percossi

dpa

Aus dem Unglücksschiff droht Öl auszulaufen. Foto: Massimo Percossi

Cuxhaven (dpa) - Das Abpumpen von Öl aus den Tanks des vor der italienischen Insel Giglio havarierten Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern.

Nach Angaben der Reederei sollen mindestens 1900 Tonnen Treibstoff an Bord sein, darunter Schweröl, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos in Cuxhaven am Mittwoch. «Schweröl ist wie dicker, zähflüssiger Honig. Um es abzupumpen, muss es erst auf 45 bis 50 Grad erwärmt werden.» Nach italienischen Quellen sind noch 2380 Tonnen Dieselölgemisch an Bord, über die Menge von Schweröl ist offiziell nichts bekannt.

Die Unglücksstelle liegt mitten im Pelagos-Meeresschutzgebiet. Das ist das wichtigste Walschutzgebiet im Mittelmeer. Umweltschützer befürchten eine Katastrophe, wenn das Öl ins Meer fließen sollte. Die «Costa Concordia» hatte Freitagabend vor der Insel einen Felsen gerammt. Dabei kamen mindestens elf Menschen ums Leben.

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