Schneetreiben
Das Wettbewerbsghelände Laura ist gut besucht. Foto: Jan Woitas

Das Wettbewerbsghelände Laura ist gut besucht. Foto: Jan Woitas

Ein Schneemann wurde am Rande der Paralympics errichtet. Foto: Julian Stratenschulte

dpa, Bild 1 von 2

Das Wettbewerbsghelände Laura ist gut besucht. Foto: Jan Woitas

Krasnaja Poljana (dpa) - Andrea Rothfuss und Anna-Lena Forster haben bei den Paralympics in Sotschi die Goldmedaillen fünf und sechs für die deutsche Mannschaft gewonnen.

Überschattet wurden die Slalom-Wettkämpfe der Alpin-Frauen allerdings von der vorläufigen Disqualifikation Anna Schaffelhubers, die nach dem ersten Durchgang in der sitzenden Klasse geführt und damit beste Aussichten auf ihren dritten Triumph gehabt hatte.

Die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Disqualifikation wird erst am folgenden Tag fallen. Für 11.00 Uhr Ortszeit am 13. März ist nach Angaben des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) in Sotschi eine Anhörung vor einem Gremium des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) angesetzt, bei der auch Fernsehbilder vom vermeintlichen Regelverstoß der 21-Jährigen ausgewertet werden sollen. Die Medaillenzeremonie für die Klasse der sitzenden Slalomfahrerinnen verschiebt sich damit nach deutschen Angaben ebenfalls.

«Das ist eine nervliche Ausnahmesituation. Für mich ist das unverständlich», klagte die querschnittsgelähmte Alpinspezialistin, die sich im «Rosa-Chutor»-Alpinzentrum bisher in glänzender Form präsentiert hatte. Nach langen Verhandlungen hatte das deutsche Team immerhin durchgesetzt, dass die nach Lauf eins disqualifizierte Schaffelhuber unter Vorbehalt doch noch ein zweites Mal im Alpinzentrum die Piste herunterfahren durfte - für den Fall, dass einem erneuten deutschen Einspruch gegen die vorläufige IPC-Entscheidung stattgegeben werden sollte.

Im sportjuristischen Hickhack gingen die beiden überlegenen Siege durch Rothfuss in der stehenden Klasse und durch Forster (sitzend) - nach Schaffelhubers Aus - fast unter. Zumal die 18-Jährige ihre Goldmedaille auch nur nicht sicher hat, solange im Fall Schaffelhuber nicht Gewissheit herrscht. Die Zeit der querschnittsgelähmten 21-Jährigen, die mit umgedrehtem Leibchen vor allen anderen ihren zweiten Lauf absolvieren musste, wurde nicht offiziell bekanntgegeben.

Möglich ist, dass Schaffelhuber ihrer Teamkollegin die Goldmedaille am Grünen Tisch doch noch abluchsen könnte. «Egal, ob Gold oder Silber: Ich bin hierher gefahren, um eine Medaille zu holen. Das habe ich geschafft», sagte Forster.

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