Doping
Deutsche Sportler sind wohl keine Kunden bei Humanplasma gewesen.

Deutsche Sportler sind wohl keine Kunden bei Humanplasma gewesen.

dpa

Deutsche Sportler sind wohl keine Kunden bei Humanplasma gewesen.

Düsseldorf (dpa) - Der frühere Sportmanager und Dopinghändler Stefan Matschiner hat eine Verwicklung von deutschen Spitzenathleten in die Affäre um das Wiener Bluttransfusionslabor Humanplasma ausgeschlossen.

«Wenn ich etwas mit 99 Prozent Sicherheit sagen kann, dann das. Es waren keine Deutschen in Wien bei Humanplasma», erklärte der Österreicher in einem Interview im «Heute Journal» des ZDF. «Weder Radfahrer, weder Nordische, weder Schwimmer, weder Leichtathleten oder sonst jemand.»

Immer wieder hatte es Gerüchte um Eigenblutdoping auch deutscher Sportler bei Humanplasma gegeben. Noch kurz vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver hatte der Präsident des österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Karl Stoss, angedeutet, dass deutsche Sportler möglicherweise Kunden gewesen sein könnten. Stoss konnte seine Aussagen nicht belegen. Außerdem fanden sich keine Hinweise auf die Beteiligung deutscher Sportler im Abschlussbericht einer Sonderkommission des österreichischen Bundeskriminalamtes (BKA). Das BKA hatte aber nur einen eingeschränkten Untersuchungsauftrag.

Matschiner hatte in den Jahren 2003 bis 2006 nach eigener Aussage sowohl für internationale als auch österreichische Sportler Eigenblutdoping bei Humanplasma organisiert. Im ZDF bezifferte er die Gesamtzahl der Sportler, die dort Eigenblutdoping betrieben hätten, auf 35. Matschiner war 2010 für den Handel mit Dopingsubstanzen zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, der größte Teil davon auf Bewährung.

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