Mayer siegt gegen Granollers. und bringt die DTB-Auswahl 1:0 in Führung.

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Florian Mayer kämpfte und gewann in drei Sätzen.

Florian Mayer kämpfte und gewann in drei Sätzen.

dpa

Florian Mayer kämpfte und gewann in drei Sätzen.

Düsseldorf. Es gab Zeiten im deutschen Profitennis, als die Spitzenspieler hoffnungslos miteinander zerstritten waren. Boris Becker und Michael Stich pflegten ehemals ein Verhältnis, das in so manchem Grabenkampf mündete. Davon sind die aktuellen deutschen Daviscupspieler weiter denn je entfernt.

Wie beim 34. World Team Cup im Düsseldorfer Rochusclub. Dort steht für die DTB-Auswahl um Patrik Kühnen der Teamgeist an erster Stelle. Wie beim Drei-Satz-Sieg von Florian Mayer am Dienstag im zweiten Gruppenspiel gegen den Spanier Marcel Granollers.

Mayer verlor den ersten Durchgang mit 4:6. Der 27-Jährige kämpfte und setzte sich nach 2:19 Stunden mit 6:4, 6:2 gegen den Weltranglisten-47. durch. Hinter der Spielerbank saß die versammelte Mannschaft und applaudierte.

Philipp Kohlschreiber kann den Sieg gegen die Iberer perfekt machen

Mit 1:0 liegt Deutschland gegen Spanien in Führung, heute kann Philipp Kohlschreiber im zweiten Einzel gegen Daniel Gimeno-Traver schon den Siegpunkt einfahren. „Wir haben zweimal die Chance, den zweiten Punkt zu machen.

Dann geht es gegen Russland um den Finaleinzug“, sagt Mayer. Eben dieser Teamgeist habe bei ihm die die letzten Prozentpunkte Leistung herausgekitzelt. „Es macht Spaß in dieser Mannschaft zu spielen. Wir kennen uns schon seit der Jugend. Das schweißt zusammen.“

Florian Mayer und Philipp Petzschner sind in Bayreuth geboren, Philipp Kohlschreiber in Augsburg, Christopher Kas in Trostberg – es sind allesamt Bayern. Und diese Auswahl schickt sich an, in diesem Jahr zum fünften Mal in der Geschichte des World Team Cups Mannschafts-Weltmeister zu werden.

„Das ist unser Ziel. Wir haben gute Chancen. Eine unserer Stärken ist die Ausgeglichenheit“, sagt Mayer. Und man kann sicher sein: Wenn Phlipp Kohlschreiber heute auf dem Centre Court steht, werden die restlichen Spieler zur moralischen Unterstützung hinter der Spielerbank sitzen.

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