Luft raus
Ryan Lochte scheiterte zum Auftakt der US-Titelkämpfe über 100 Meter Brust im Vorlauf.

Ryan Lochte scheiterte zum Auftakt der US-Titelkämpfe über 100 Meter Brust im Vorlauf.

dpa

Ryan Lochte scheiterte zum Auftakt der US-Titelkämpfe über 100 Meter Brust im Vorlauf.

Boston (dpa) - Ryan Lochte ist doch nicht unbesiegbar. Der Goldfisch der Schwimm-Weltmeisterschaften von Schanghai scheiterte zum Auftakt der US-Titelkämpfe in Palo Alto/Kalifornien über die für ihn ungewohnten 100 Meter Brust bereits im Vorlauf.

Dafür feierte Brendan Hansen ein gelungenes Comeback. Auch Dana Vollmer und Elizabeth Beisel überzeugten.

Der fünfmalige Schanghai-Champion Lochte wirkte wenige Tage nach seiner Gold-Gala ausgepowert. Erst am Montagmorgen war er mit dem US-Team nach 13-stündigem Flug in San Francisco gelandet. Dauerrivale Michael Phelps verzichtete auf den Abstecher, flog nach Hause und legte eine einwöchige Trainingspause ein.

Ausgeruht und voller Tatendrang präsentierte sich Brendan Hansen. Der Doppelweltmeister von 2005 über die Brust-Distanzen hatte seine Karriere nach den Sommerspielen 2008 in Peking, wo er mit der 4x100 Meter Lagen-Staffel Gold gewann, beendet. Mit 1:00,08 Minuten über die 100 Meter Brust sorgte Hansen bei seinem Sieg auf Anhieb nun für die schnellste US-Zeit des Jahres und setzte ein internationales Ausrufezeichen.

«Man konnte sehen, dass ich einige Jahre keine Wettkämpfe mehr geschwommen bin. Aber ich bin auf einer Mission», betonte Hansen, der bei Olympia in London auf die ganz große Schwimm-Bühne zurückkehren möchte. «Ich will im nächsten Jahr wieder eine US-Fahne auf meiner Badehose tragen. Mir gefällt es einfach nicht, Weltmeisterschaften vor dem Fernseher zu verfolgen», so Hansen.

Vollmer und Beisel haben ihre gute WM-Form untermauert. Vollmer gewann wie in Shanghai die 100 Meter-Schmetterling (57,26 Sekunden), Beisel holte sich nur 48 Stunden nach ihrem WM-Gold über die 400 Meter Lagen den Titel auf der halben Distanz (2:10,75 Minuten). «Ich fühle mich etwas verkrampfter als noch vor einigen Tagen und wollte einfach sehen, was ich noch so drauf habe, nach einem 13-Stunden-Flug», sagte Vollmer. «Das Rennen tat sehr weh, ich habe den Flug noch in den Knochen», meinte Beisel.

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