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Der Österreicher Thomas Morgenstern auf dem Weg aufs Podest.

Der Österreicher Thomas Morgenstern auf dem Weg aufs Podest.

Jan Matura auf dem Weg ins Tal.

Der Tscheche Roman Koudelka freut sich über einen sehr guten Sprung.

Adam Malysz scheint nicht ganz zufrieden mit seinem Sprung zu sein.

Simon Ammann, Thomas Morgenstern (m) und Roman Koudelka (r) auf dem Treppchen.

Die Silhouette von Adam Malysz bei seinem Sprung in Harrachov.

Mann der Stunde: Thomas Morgenstern dominiert derzeit die Wettbewerbe.

dpa, Bild 1 von 7

Der Österreicher Thomas Morgenstern auf dem Weg aufs Podest.

Harrachov/Frankfurt (dpa) - Martin Schmitt schüttelte nach seinem Tiefflug im Riesengebirge fassungslos den Kopf, Thomas Morgenstern bejubelte nach einer tollen Flugshow ausgelassen den 21. Weltcupsieg seiner Karriere.

Während die zu Statisten degradierten deutschen Skispringer beim Skiflug-Weltcup in Harrachov an den Top-Ten-Plätzen vorbeisegelten, bewies der Österreicher nur drei Tage nach dem Vierschanzentournee-Triumph erneut seine Extraklasse und baute die Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

Als bester DSV-Starter kam Michael Neumayer mit 187,5 und 185 Metern auf den 11. Platz, nachdem er 24 Stunden zuvor 14. geworden war. Schmitt landete bei der Doppelveranstaltung am Teufelsberg abgeschlagen auf den Rängen 19 und 30. «Ich hatte ein bisschen spekuliert, dass bei Martin was geht und es ihn mal vorspült. Das ist nicht gelungen, auch wenn er tapfer gekämpft hat. Er war zu verunsichert, die Tournee hat bei ihm Spuren hinterlassen», sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Eigentlich wollte Schmitt im Riesengebirge neues Selbstvertrauen tanken, doch der Schuss ging nach hinten los. «Ich wusste schon vorher, dass es hier nicht einfach für mich wird. Ich kann trotzdem einiges mitnehmen. Das Ergebnis macht mir nichts aus. Das ist nicht tragisch, denn man muss den gesamten Prozess im Auge behalten», sagte der 32 Jahre alte Routinier.

An beiden Tagen legte er ordentlich los, um dann im Finale mit 119 bzw. 158 Metern einzubrechen. «Ich springe nicht so gut weg, weder athletisch noch technisch. Da wirken sich solche extrem schweren Bedingungen dramatisch aus», erklärte Schmitt.

Neumayer fehlten am Ende nur 0,9 Punkte zu den Top Ten, in die er bei der Vierschanzentournee zweimal gesprungen war. «Ich kann vorne mitmischen - wenn alles passt. Das war hier leider nicht der Fall», sagte Neumayer. «Er hätte das Zeug dafür gehabt, hatte aber in drei Versuchen kein Glück mit dem Wind. Ansonsten hatten wir hier keine Chance. Wenn man hinterherläuft, kann einem schon mal der Atem ausgehen», resümierte Schuster.

Morgenstern ließ der Konkurrenz mit Sprüngen auf 211,5 und 193 Meter keine Chance. Am Vortag hatte er noch seinem erstmals siegreichen Landsmann Martin Koch knapp den Vortritt lassen müssen. Simon Ammann aus der Schweiz wurde Zweiter, der Tscheche Roman Koudelka Dritter.

In der Weltcup-Gesamtwertung liegt Morgenstern mit 1083 Zählern deutlich vor Ammann (681) und seinem Landsmann Andreas Kofler (621), der in Harrachov wie ein Großteil des deutschen Weltcup-Teams pausierte. «Wir waren hier nur mit einer besseren B-Mannschaft am Start. Es ist wichtig, dass sich die andere Truppe gut vorbereitet und in Sapporo einen gelungenen Wettkampf hinlegt», sagte Schuster.

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