Severin Freund jubelt in Lahti auf dem Podest.
Severin Freund jubelt in Lahti auf dem Podest.

Severin Freund jubelt in Lahti auf dem Podest.

dpa

Severin Freund jubelt in Lahti auf dem Podest.

Lahti (dpa) - Severin Freund strahlte nach dem fünften Podestplatz seiner Karriere über das ganze Gesicht, und auch Bundestrainer Werner Schuster jubelte ausgelassen über den dritten Rang des besten deutschen Skispringers beim Weltcup in Lahti.

«Das war ein super Wettkampf von Severin und ein toller Erfolg, dass er seine Weltklasse nachgewiesen hat», lobte Schuster den starken Auftritt seiner Nummer eins, der für den enttäuschenden vierten Rang im Teamwettbewerb am Vortag entschädigte.

Mit Weiten von 128 und 130 Metern musste sich Freund lediglich dem viermaligen Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz, der auf 128,5 und 129,5 Meter kam, sowie dem Österreicher Andreas Kofler geschlagen geben. «Es ist schön, nach der WM noch einmal ein gutes Ergebnis gemacht zu haben. Das gibt Selbstvertrauen», sagte Freund.

Bei den Titelkämpfen in Oslo hatte der 22-Jährige aus Rastbüchl eine Medaille im Einzel zweimal verpasst. «Es lohnt sich nicht nachzudenken, was hätte sein können. Er hat hier wieder in die Spur gefunden und kann sich jetzt auf das Skifliegen in Planica freuen. Und nächste Saison steht er vor der Herausforderung, sich da oben festzubeißen», erklärte Schuster.

Auch Freund, der in diesem Winter in Sapporo und Willingen seine ersten beiden Weltcupsiege feierte, blickte lieber voraus als zurück. «Es ist schwieriger, oben zu bleiben, als nach oben zu kommen. Das werde ich versuchen», sagte der Shootingstar. In seinem Sog unterstrich Youngster Richard Freitag als 14. einmal mehr sein Potenzial. «Er hat einen richtig guten Wettkampf gemacht», sagte Schuster.

Eine seltene Bruchlandung legte Martin Schmitt hin. Der 33-Jährige stürzte an der Stätte seines letzten Weltcupsieges (2002) und fiel im Finale vom 14. auf den 29. Platz zurück. «Normalerweise komme ich gut runter, aber der ganze Sprung war schräg und bei der Landung habe ich gewackelt. Das ist ärgerlich», sagte der Routinier.

Während sich Janne Ahonen mit seinem letzten Karrieresprung auf 117 Meter als 34. vorzeitig in den sportlichen Ruhestand verabschiedete, will Schmitt in der nächsten Saison noch einmal angreifen. «Ich kann besser und weiter springen, als ich es derzeit tue. Ich gehe davon aus, dass ich im kommenden Winter in besserer Form bin», sagte Schmitt.

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