Richard Freitag
Richard Freitag belegt nach dem ersten Durchgang noch den zehnten Rang. Foto: Grzegorz Momot

Richard Freitag belegt nach dem ersten Durchgang noch den zehnten Rang. Foto: Grzegorz Momot

dpa

Richard Freitag belegt nach dem ersten Durchgang noch den zehnten Rang. Foto: Grzegorz Momot

Zakopane (dpa) - Nach einer tollen Aufholjagd hat Richard Freitag beim Skisprung-Weltcup in Zakopane einen Podestplatz knapp verpasst. Als bester DSV-Springer belegte der Sachse mit Sprüngen auf 130 und 127,5 Meter den vierten Rang.

Sein Rückstand auf den siegreichen Norweger Anders Jacobsen, der 128,5 und 131,5 Meter weit sprang, betrug 11,3 Punkte. Zweiter wurde dessen Landsmann Anders Bardal vor dem Polen Kamil Stoch.

Die anderen deutschen Springer boten eine enttäuschende Vorstellung. Severin Freund kam nur auf Rang 22. Andreas Wank wurde 24. Andreas Wellinger als 31. und Maximilian Mechler, der unter 50 Startern Letzter wurde, verpassten das Finale. Karl Geiger war sogar schon in der Qualifikation ausgeschieden.

Drei Tage nach seinem zweiten Platz in Wisla unterstrich Freitag trotz leichter gesundheitlicher Probleme seine ansteigende Form. Zur Halbzeit noch auf Platz zehn, arbeitete sich der 21-Jährige dank eines tollen Finalsprungs noch weit nach vorne. «Mit dem zweiten Versuch bin ich besonders zufrieden», meinte Freitag.

Ganz anders Freund, der in der Qualifikation noch geglänzt hatte. Als es darauf ankam, konnte der Bayer sein Leistungsvermögen nicht abrufen. Zweimal landete er nur bei 123 Meter - zu wenig, um vorne mitmischen zu können. «Damit kann ich nicht zufrieden sein. Ich habe einen anderen Anspruch», sagte Freund.

In der Gesamtwertung rutschte der 24-Jährige mit 565 Punkten auf den vierten Platz hinter Jacobsen (578). Die Führung behauptete Gregor Schlierenzauer aus Österreich (840), der grippegeschwächt Achter wurde, vor Bardal (655). Freitag (418) ist Sechster.

Das erste Negativerlebnis in diesem Winter musste der 17 Jahre alte Weltcup-Neuling Wellinger verdauen. Der Saison-Senkrechtstarter verpasste als 31. um die Winzigkeit von 0,6 Punkten erstmals das Finale und stellte danach fest: «Eigentlich hätte ich befreit aufspringen können, denn von mir wird nichts erwartet. Heute hat das aber leider nicht so geklappt.»

Nur 122,5 Meter reichten nicht für einen zweiten Versuch. «Ich habe mich hier schwergetan und die Absprungkante nicht getroffen. Da kann man auch nicht weit fliegen», sagte Wellinger. Der Youngster, der in seinem ersten Weltcupjahr bereits zweimal auf dem Podest stand, wird nun eine Wettkampfpause einlegen und soll dann in zwei Wochen bei der Junioren-WM um den Titel mitspringen.

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