Richard Freitag sprang in Zakopane als Schlussspringer und rettete den Vorsprung. Foto: Daniel Karmann
Richard Freitag sprang in Zakopane als Schlussspringer und rettete den Vorsprung. Foto: Daniel Karmann

Richard Freitag sprang in Zakopane als Schlussspringer und rettete den Vorsprung. Foto: Daniel Karmann

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Richard Freitag sprang in Zakopane als Schlussspringer und rettete den Vorsprung. Foto: Daniel Karmann

Zakopane (dpa) - Ausgelassen klatschen sich die deutschen Skispringer bei der Siegerehrung ab, nachdem sie den heimischen Polen die Stimmung bei deren Heimweltcup in Zakopane gehörig verdorben hatten.

Die von Bundestrainer Werner Schuster erhoffte Rolle als «Partycrasher» erfüllte das DSV-Quartett Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe, Andreas Wellinger und Richard Freitag beim ersten Teamsieg seit über einem Jahr bestens. «Die Jungs haben sich selbst belohnt. Das ist eine Riesengeschichte vor einem Riesenpublikum», erklärte Schuster nach dem überraschenden Erfolg im ZDF.

Schlussspringer Freitag hatte mit einem Versuch auf 134,5 Meter den Vorsprung vor dem polnischen Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch verteidigt und damit für deutsche Freuden im polnischen Fahnenmeer gesorgt. «Es ist eine Mega-Stimmung, da willst du einfach reinhüpfen. Wir haben als Team sehr gut performed, so macht das echt Spaß», erklärte der Sachse Freitag. Zuvor hatten sich auch Eisenbichler, Leyhe und Wellinger in Abwesenheit des pausierenden Weltmeisters Severin Freund keine Schwäche geleistet. Das DSV-Quartett platzierte sich damit vor den Favoriten aus Polen und Slowenien.

Knapp fünf Wochen vor der WM im finnischen Lahti untermauerte das Team damit auch seine Ambitionen auf eine Medaille beim Höhepunkt des Winters. «Wir sind mit unserer ganzen Ausrichtung auf dem richtigen Weg. Wenn wir so weitermachen, werden wir noch ein paar schöne Tage in diesem Winter haben», sagte Schuster, der sein Team nach der durchwachsenen Tournee zuletzt schon auf dem Weg der Besserung gesehen hatte. Beim Heim-Weltcup in Willingen am kommenden Wochenende soll auch Weltmeister Freund zurückkehren.

Beim ersten Teamwettbewerb der Saison waren die Deutschen in Klingenthal noch hinter Polen gelandet. Doch gerade vor den euphorischen Fans in der Nacht von Zakopane hätten die Polen um Stoch gerne gejubelt, wie zuletzt. «Das ist ein geiles Gefühl, wir haben heute acht gute Sprünge gemacht», bilanzierte Wellinger, der nach seinem Podestplatz in Wisla erneut zwei gute Sprünge zeigte. Als Freitag den achten und letzten Versuch gelandet hatte, wurde es in der Arena plötzlich ruhig. «Diese Stille ist komisch», sagte Wellinger und grinste.

Am Sonntag haben Wellinger, Freitag, Leyhe und Eisenbichler sowie der im Team pausierende Karl Geiger die Chance, auch in den Einzelwettbewerben ihre Bilanz zu verbessern. «Ich freue mich auf den Sonntag», betonte nicht nur Freitag, sondern auch der zuletzt verwundbare Eisenbichler. Bundestrainer Schuster riet für den Moment: «Sie sollen es genießen und dann müssen wir so weitermachen.»

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