Kamil Stoch hat den Weltcup im polnischen Wisla gewonnen. Foto: Andrzej Grygiel
Kamil Stoch hat den Weltcup im polnischen Wisla gewonnen. Foto: Andrzej Grygiel

Kamil Stoch hat den Weltcup im polnischen Wisla gewonnen. Foto: Andrzej Grygiel

dpa

Kamil Stoch hat den Weltcup im polnischen Wisla gewonnen. Foto: Andrzej Grygiel

Wisla (dpa) - Auf die enttäuschende Vierschanzentournee mit einigen Rückschlägen haben die deutschen Skispringer beim Weltcup im polnischen Wisla eine positive Reaktion gezeigt.

Andreas Wellinger bescherte den DSV-Athleten mit einem dritten Platz zuletzt die erste Podestplatzierung im WM-Jahr 2017, auch Richard Freitag präsentierte sich mit einem Sieg in der Qualifikation und einem sechsten Platz im Aufwärtstrend. Damit fuhren vor allem zwei bei der Tournee enttäuschte Athleten Erfolgserlebnisse ein.

«Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin erstmal zufrieden mit diesem Wettkampf», urteilte Freitag, der mit Sprüngen auf 127 und 122 Meter bester Deutscher war. Wellinger hatte am Tag zuvor seinen ersten Podestplatz seit November 2014 bejubeln dürfen. «Es ist fantastisch, nach so langer Zeit wieder auf dem Podest zurück zu sein», kommentierte Wellinger. Bundestrainer Werner Schuster sah in Rang drei «einen großen Erfolg und eine tolle Bestätigung» für Wellinger. Wirklich überraschend kam der Coup des 21-Jährigen für den Coach nicht.

Bei den Festspielen von Lokalmatador Kamil Stoch, der nach seinem Erfolg bei der Tournee auch beide Heimweltcups in Polen für sich entschied und damit auch das Gelbe Trikot eroberte, zog Schuster ein zufriedenes Fazit: «Wir haben ein paar Leute, die ganz gut springen und es ist immer wieder ein anderer. Für Richard ist es ganz gut, er kommt schon näher, es ist sehr viel Harmonie im Sprung», sagte Schuster.

In Abwesenheit des pausierenden Weltmeisters Severin Freund, der auf einer kleineren Schanze in Villach arbeitete, hat der DSV-Coach weiter ein Problem: Eine feste Größe in der Weltelite hat er derzeit nicht. Markus Eisenbichler, der bei der Tournee mit den Rängen sechs und vier zum Auftakt noch für Furore gesorgt hatte, unterstrich in Wisla weiter seinen Abwärtstrend. «Ich zahle jetzt körperlich den Tribut. Es gilt jetzt, mal wieder frisch nach Zakopane zu kommen», sagte Eisenbichler. Dort findet am Wochenende der nächste Weltcup statt. Bei Topspringer Freund ist dann die Rückkehr geplant, entschieden wird aber erst im Laufe der kommenden Woche.

Gut einen Monat vor der WM im finnischen Lahti sind die DSV-Springer von den absoluten Top-Athleten um Stoch, dem Slowenen Domen Prevc und Daniel Andre Tande aus Norwegen doch ein gutes Stück entfernt. Das Ziel für die Vorbereitung, die auch noch über Willingen und das Skifliegen in Oberstdorf führt, ist bei Schuster eindeutig mehr Konstanz. «Wir müssen schauen, dass mehrere Leute die Qualität gleichzeitig an die Schanze bringen», sagte der Österreicher.

Mit Eisenbichler, Wellinger, Freund und Freitag hat der DSV vier potenzielle Podestspringer, die zuletzt immer wieder unter starken Formschwankungen litten. Ein konstanter Fortschritt ist bislang nicht erkennbar. «Die Entwicklung ist so, wie sie ist», erklärte Schuster.

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