Umarmung
Eric Frenzel gratuliert artig seinem Konkurrenten zur Goldmedaille. Foto: Hendrik Schmidt

Eric Frenzel gratuliert artig seinem Konkurrenten zur Goldmedaille. Foto: Hendrik Schmidt

Björn Kircheisen (r) komplettierte als Dritter das rein deutsche Podest. Foto: Hendrik Schmidt

dpa, Bild 1 von 2

Eric Frenzel gratuliert artig seinem Konkurrenten zur Goldmedaille. Foto: Hendrik Schmidt

Lahti (dpa) - Angeführt vom überragenden Titelverteidiger Johannes Rydzek sind Deutschlands Nordische Kombinierer bei der Ski-WM in Lahti zu einem historischen Vierfach-Triumph gestürmt.

Wie schon vor zwei Jahren gewann der Oberstdorfer den Wettbewerb von der kleinen Schanze vor Olympiasieger Eric Frenzel und Björn Kircheisen. Fabian Rießle auf Rang vier komplettierte das überragende DSV-Ergebnis. «Es fällt mir schwer, dafür Worte zu finden. Ich bin emotional sehr mitgenommen», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Podest
Eric Frenzel gratuliert artig seinem Konkurrenten zur Goldmedaille. Foto: Hendrik Schmidt

Eric Frenzel gratuliert artig seinem Konkurrenten zur Goldmedaille. Foto: Hendrik Schmidt

Björn Kircheisen (r) komplettierte als Dritter das rein deutsche Podest. Foto: Hendrik Schmidt

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Björn Kircheisen (r) komplettierte als Dritter das rein deutsche Podest. Foto: Hendrik Schmidt

«Das ist ein unglaublich schöner Tag. Einfach Wahnsinn», jubelte Rydzek über den dritten Gold-Coup seiner Karriere. Nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf überquerte der Weltcup-Spitzenreiter mit der deutschen Fahne in der Hand 14,9 Sekunden vor Frenzel als Erster die Ziellinie. «Johannes war heute sehr stark. Ich habe alles gegeben und kann ihm nur gratulieren», sagte der Oberwiesenthaler.

30 Sekunden nach dem Sieger bejubelte der 33 Jahre alte Kircheisen als Dritter seine zehnte WM-Medaille. «Ich habe mich körperlich exzellent gefühlt und bis zum Schluss gebissen und gefightet», berichtete Kircheisen. «Ich freue mich, dass ich mir die Medaille abgeholt habe.»

Nach einem Sprung auf 99 Meter ging Frenzel als Führender in die Loipe - 14 Sekunden vor seinem Freund und Rivalen Rydzek. Auf der schweren Strecke suchte der Oberwiesenthaler gar nicht erst sein Heil in der Flucht, sondern ließ den Oberstdorfer zügig aufschließen. Schon nach etwas mehr als einem Kilometer war das deutsche Topduo vereint.

Auf der dritten Runde zog Rydzek das Tempo an und seinem Teamkollegen davon. «Ich habe mich stark gefühlt und wusste, dass mir die schwere Strecke liegt», erzählte Rydzek im Ziel. Fortan zog er an der Spitze einsam seine Kreise und sorgte für das 19. Einzel-Gold eines deutschen Kombinierers in der WM-Geschichte.

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