Der Österreicher David Kreiner feiert seinen Erfolg.
Der Österreicher David Kreiner feiert seinen Erfolg.

Der Österreicher David Kreiner feiert seinen Erfolg.

dpa

Der Österreicher David Kreiner feiert seinen Erfolg.

Chaux-Neuve (dpa) - Ausgerechnet die Kombinierer schwächeln fünf Wochen vor den Weltmeisterschaften in Oslo. Im bislang ohnehin mit Erfolgen nicht verwöhnten deutschen Lager des nordischen Skisports läuft es in der einstigen Paradedisziplin alles andere als rund.

Beim vorletzten Weltcup-Wettbewerb vor den Titelkämpfen kam Tino Edelmann aus Zella-Mehlis im französischen Chaux-Neuve lediglich auf Rang 13. In die Entscheidung um den Sieg, den sich überraschend der Österreicher David Kreiner sicherte, konnten die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht annähernd eingreifen.

«So blöd es auch klingen mag: Mit den Sprungleistungen bin ich diesmal zufrieden. Das war ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu Seefeld vor einer Woche», sagte Weinbuch, ergänzte dann aber: «Die Ergebnisse sind deprimierend.» Wechselnde Winde hatten die Athleten vor eine komplizierte Situation gestellt. Da die besten vier Deutschen im Weltcup in einem Viererblock unmittelbar nacheinander springen mussten, hatten sie die gleichen schweren Bedingungen mit starkem Rückenwind. «Und da müssen wir konstatieren, dass die junge Truppe noch nicht so stark ist, um diesen Bedingungen zu trotzen», erklärte Weinbuch.

So war der Oberwiesenthaler Eric Frenzel als 18. nach dem Springen noch bester Deutscher. Im Bemühen, schnell Boden gutzumachen, überzog er aber in der ersten Runde. «Er wollte versuchen, mit den am Ende auf dem Podium stehenden Mikko Kokslien und Felix Gottwald mitzugehen. Dafür musste er am Ende bezahlen», sagte Weinbuch, der mit Edelmann zufrieden war. «Er hatte es auch schwer, da er erst eine Gruppe finden musste. Allein im Wind macht man sich fertig. Er hat das Maximale rausgeholt», befand der Coach.

Neue Aufschlüsse über den fünften WM-Fahrer bekam der Bundestrainer auch nicht. Von den Kandidaten konnte sich keiner in Szene setzen, so dass Christian Beetz dank seines zehnten Platzes von Seefeld die besten Karten hat. Der Thüringer aus Biberau stieg diesmal während des 10-Kilometer-Laufes aus. Die Entscheidung über die Besetzung fällt beim letzten Weltcup vor der WM.

«Ich hoffe, wir können am Sonntag noch mal etwas von dem zeigen, was die Jungs draufhaben. Das wäre wichtig für das Selbstvertrauen. Fakt aber bleibt: Wir müssen in der Pause bis zur WM noch einiges tun, um an den derzeit Besten einigermaßen dranzubleiben», sagte Weinbuch.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer