Josef Wenzl
Josef Wenzl hatte sich seine Rückkehr in den Langlauf-Weltcup-Zirkus anders vorgestellt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Josef Wenzl hatte sich seine Rückkehr in den Langlauf-Weltcup-Zirkus anders vorgestellt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

dpa

Josef Wenzl hatte sich seine Rückkehr in den Langlauf-Weltcup-Zirkus anders vorgestellt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Liberec (dpa) - Nach der Tour de Ski sind die Langläufer wieder zur Tagesordnung übergegangen. Während ein Großteil der Tour-Dominatoren pausierte, sollten andere den Sprint zu guten Platzierungen nutzen. Das gelang nur bedingt.

So hatte sich Josef Wenzl seine Rückkehr in den Langlauf-Weltcup-Zirkus nicht vorgestellt. Der Sprinter aus Zwiesel wollte nach der Pause während der Tour de Ski gestärkt eingreifen und endlich die erforderlichen Punkte für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in vier Wochen in Val di Fiemme holen. Doch bei den Klassik-Sprints im tschechischen Liberec schaffte es der einzige deutsche Athlet von Format in dieser Disziplin lediglich bis ins Viertelfinale.

Besser machte es Tim Tscharnke. Der Biberauer, der die Tour wegen eines Magen-Darm-Infekts schweren Herzens absagen musste, zeigte sich gut erholt. Er kam mit souveränen Vorstellungen bis ins Finale, wo er Fünfter wurde. Der Sieg ging an den Schweden Teodor Peterson.

Beste deutsche Starterin war Hanna Kolb. Sie überstand das Viertelfinale, schied dann aber aus und wurde Neunte. Die Finnin Mona-Lisa Malvalehto setzte sich überraschend im Finale gegen die Tour-Siegerin und Weltcup-Spitzenreiterin Justyna Kowalczyk aus Polen durch. Eine Enttäuschung gab es für Nicole Fessel (Oberstdorf), die nach einer Erkältung zurückgekehrt war, jedoch nicht die Qualifikation überstand.

Wenzl wollte eigentlich die Abwesenheit eines Großteils der Weltspitze nutzen, um sich für die WM zu qualifizieren. «Ich fühle mich jetzt besser und bin ganz zufrieden mit meinen Trainingsleistungen», hatte der Bayer noch vor dem Rennen gesagt. Doch bei schwierigen Wachsbedingungen hatte er im Kampf Mann gegen Mann nicht das Glück auf seiner Seite. «Zudem plagt ihn ein leichter Infekt. Ich denke aber, dass er in seiner stärkeren Freistiltechnik noch das eine oder andere Ausrufezeichen setzen kann», betonte Bundestrainer Frank Ullrich.

Er lobte den Auftritt der deutschen Sprinterinnen und Sprinter. «Fünf Männer haben die Qualifikation überstanden, das gab es schon lange nicht mehr. Für die jungen Leute war es eine Riesenerfahrung in so einem Feld», meinte Ullrich.

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