Der Norweger Martin Johnsrud Sundby steht nach seinem Erfolg in Val di Femme vor dem Gesamtsieg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Der Norweger Martin Johnsrud Sundby steht nach seinem Erfolg in Val di Femme vor dem Gesamtsieg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Der Norweger Martin Johnsrud Sundby steht nach seinem Erfolg in Val di Femme vor dem Gesamtsieg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

dpa

Der Norweger Martin Johnsrud Sundby steht nach seinem Erfolg in Val di Femme vor dem Gesamtsieg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Val di Fiemme (dpa) - Der erste Tag mit Materialproblemen bei der Tour de Ski hat die deutschen Langläuferinnen aller Chancen auf das Erreichen der selbstgesteckten Tour-Ziele beraubt.

Auf der siebten Etappe in Val di Fiemme wurde Steffi Böhler als 16. beste Deutsche in einem 10-Kilometer-Massenstartrennen im klassischen Stil. Der Rückstand auf den angestrebten zehnten Rang im Gesamtklassement beträgt vor dem Anstieg zur Alpe Cermis nahezu uneinholbare 1:50 Minuten. Bei den Männern belegte über 15 Kilometer Jonas Dobler Rang 15, Andreas Katz wurde 22. Als Gesamt-17. und 18. haben beide Läufer noch Chancen, unter die Top-15 zu kommen.

Während bei den Männern Martin Johnsrud Sundby mit dem dritten Etappensieg seinem dritten Tour-Sieg entspannt entgegenlaufen kann, geht es bei den Damen spannend zu. Top-Favoritin Therese Johaug muss beim finalen Aufstieg zur Alpe Cermis 38 Sekunden auf ihre Teamkollegin und Freundin Ingvild Flugstad Oestberg aufholen.

Den deutschen Damen um Böhler und ihrem Trainer Torstein Drivenes stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. «Es war heute nicht unser Tag. Wir haben es nicht geschafft, für diese schwierigen Bedingungen das passende Material zu finden. Und bei dieser Dichte darfst du dir bei einer Tour keinen schwachen Moment leisten - weder als Sportler noch als Techniker oder Trainer», meinte Drivenes.

Denise Herrmann, die als 22. ins Ziel kam und nun direkt hinter Böhler 17. im Gesamtklassement ist, versuchte den Einbruch zu erklären. «Wir haben es schon beim Einlaufen gemerkt, dass es eine Wachslotterie wird. Und in der hatten wir heute alle Nieten gezogen», sagte die Oberwiesenthalerin. Eine Runde funktionierten die Ski, dann hatten die DSV-Damen Grip unter den Ski und kamen kaum noch voran.

«Man muss auch mit Platz 15 zufrieden sein. Das ist ein realistisches Ergebnis», meinte Dobler nach dem Herren-Rennen. Unterwegs hatte er sogar mit einem Angriff auf die besten Zehn geliebäugelt. «Dazu muss alles stimmen. Das ist für die Zukunft das Ziel», sagte der Traunsteiner. Noch lange nach Zieleinlauf stand Andreas Katz mit zitternder Beinmuskulatur da. «Das war mit Abstand die schwerste Etappe der Tour. Ich bin fix und alle», sagte der 28-Jährige.

Materialprobleme wie die Damen gab es für die Männer nicht. «Der einsetzende Regen hat vieles leichter gemacht», bemerkte Männer-Trainer Janko Neuber.

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