Hannu Manninen gibt am Samstag und Sonntag im heimischen Lahti sein internationales Comeback. Foto: Markku Ulander
Hannu Manninen gibt am Samstag und Sonntag im heimischen Lahti sein internationales Comeback. Foto: Markku Ulander

Hannu Manninen gibt am Samstag und Sonntag im heimischen Lahti sein internationales Comeback. Foto: Markku Ulander

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Hannu Manninen gibt am Samstag und Sonntag im heimischen Lahti sein internationales Comeback. Foto: Markku Ulander

Lahti (dpa) - Es gehört schon eine gehörige Portion Selbstbewusstsein dazu, mit 38 Jahren und 78 Monate nach dem letzten großen Wettbewerb in den Weltcup zurückzukehren. Ein Selbstbewusstsein, das Hannu Manninen aber schon früher auszeichnete.

Der finnische Nordische Kombinierer gibt am Samstag und Sonntag im heimischen Lahti sein internationales Comeback. Es soll nur der Auftakt für eine Reihe von Wettkämpfen sein, an deren Ende die WM von Mitte Februar an wieder in Lahti stehen soll.

«Ich habe die Nordische Kombination, die Teamkollegen, Trainer, die internationale Konkurrenz sehr vermisst. Vor allem die Wettkämpfe. Ich möchte sehen, ob ich im eigenen Team und natürlich mit den jetzigen Dominatoren des Weltcups mithalten kann», begründet Manninen seinen Rücktritt vom Rücktritt.

So ganz selbstlos und uneigennützig kommt der erfolgreichste Kombinierer der Vergangenheit aber nicht zurück. Im finnischen nordischen Wintersport hapert es gehörig. Die WM könnte ein Desaster werden. Bis auf die Langläufer, die sich nach den vielen enttäuschenden Jahren infolge des Dopingskandals von 2001 wieder aufgerappelt haben, gibt es keine Medaillenanwärter.

Die Skispringer holten deshalb schon Janne Ahonen zurück, der aber auch kein Vorspringer mehr ist. Nun soll es Manninen bei den Kombinierern richten. Immerhin hat er eine stattliche Erfolgsbilanz in seiner Vita stehen. 48 Einzel-Siege feierte er im Weltcup, viermal gewann er den Gesamtweltcup, wurde Team-Olympiasieger und erkämpfte drei Weltmeistertitel. Ein Jahr dauerte der Findungsprozess bis zum Wiedereinstieg, der mit Platz vier bei den finnischen Meisterschaften gar nicht so schlecht ausfiel.

Vor allem gab es außerhalb des Trainingsbetriebes einiges zu klären. Die Familie musste zustimmen, vor allem aber auch der Arbeitgeber. Manninen ist Airbus-Pilot bei Finnair und deshalb nicht immer abkömmlich.

Manninen glaubt, an guten Tagen unter die Top Ten kommen zu können. «Da er viele Triathlon-Wettbewerbe bestreitet, hat er genügend Ausdauer. Was das Springen anbelangt, bin ich etwas skeptisch. Aber ich habe gehört, dass auch das ganz gut gegangen ist», sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch. Er geht davon aus, dass Manninen seinem Team um Olympiasieger und Weltmeister Eric Frenzel nicht gefährlich werden kann. «Für die Kombination insgesamt ist das Comeback aber gut. Das sollte unserer Sportart besonders bei der WM einen Aufmerksamkeitspieks geben und ein paar Zuschauer mehr anlocken», betont Weinbuch.

Auf die Springen ist Manninen selbst gespannt. «Die Kombination hat sich heute mehr dorthin verschoben. Die Rennen sind taktischer geworden», sagt er.

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