Abgehakt
Sebastian Haseney hat aus der verpassten WM-Teilnahme seine Konsequenz gezogen.

Sebastian Haseney hat aus der verpassten WM-Teilnahme seine Konsequenz gezogen.

dpa

Sebastian Haseney hat aus der verpassten WM-Teilnahme seine Konsequenz gezogen.

Oberhof (dpa) - Der nordische Kombinierer Sebastian Haseney vom SC Motor Zella-Mehlis hat rund sechs Wochen vor der Weltmeisterschaft in Oslo seine aktive Laufbahn beendet.

«Das Niveau beim Springen ist sehr hoch. Da habe ich den Anschluss nicht geschafft, bin zu weit hinterhergesprungen», sagte Haseney der Nachrichtenagentur dpa und begründete damit seinen Rücktritt. Der WM-Zweite mit dem deutschen Team 2005 in Oberstdorf und 2007 in Sapporo hatte nach dem verkorksten Olympia-Winter den WM-Start als letzten Höhepunkt seiner Laufbahn angepeilt. Bei den jüngsten Weltcups in Ramsau und Schonach verfehlte der 32-Jährige nach schwachen Sprungleistungen die angestrebten einstelligen Ränge.

Haseney war viele Jahre einer der weltweit laufstärksten Kombinierer und gehörte seit dem Winter 1998/99 stets zur deutschen Nationalmannschaft. Neben den beiden WM-Medaillen waren der sechste Platz im olympischen Einzel-Wettkampf in Turin, ein Weltcup- Tagessieg, zahlreiche Weltcup-Podestplätze sowie Rang vier im Gesamtweltcup 2004 die größten Erfolge des zweimaligen deutschen Meisters.

Der Polizei-Hauptmeister wird bei der Bundespolizei neue Aufgaben übernehmen, nachdem er im Sommer aus gesundheitlichen Gründen den Eignungstest für die Ausbildung zum Hubschrauberpiloten nicht überstand. Die vielen Jahre Leistungssport auf hohem Niveau sowie einige Knie-Operationen haben bei ihm Spuren hinterlassen.

Nun will er neben seinem Beruf eine Tätigkeit als Nachwuchs- Übungsleiter ausfüllen, um mit dem Sport verbunden zu bleiben. Mit seiner Familie lebt Haseney in Oberhof.

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