Überraschung
Maurice Manificat düpiert die Konkurrenz. Foto: Arno Balzarini

Maurice Manificat düpiert die Konkurrenz. Foto: Arno Balzarini

dpa

Maurice Manificat düpiert die Konkurrenz. Foto: Arno Balzarini

Davos (dpa) - Auch die Höhe von Davos hat den deutschen Langläufern nicht die erhoffte zweite Luft gebracht. Beim Weltcup im schweizerischen Kurort konnte sich lediglich der Dermbacher Thomas Bing freuen.

Sein 14. Platz über 30 Kilometer in der freien Technik bedeutete nicht nur sein bislang bestes Karriere-Ergebnis, sondern auch die halbe Norm für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen. Alle anderen DSV-Starter bei Damen und Herren kamen unter ferner liefen ins Ziel. Die Siege gingen überraschend an den Franzosen Maurice Manificat und über 15-Kilometer-Freistil der Damen an die Norwegerin Marit Björgen.

«Ich bin sehr zufrieden. Meine Taktik ist aufgegangen. In der ersten Runde wollte ich ein paar Körner sparen, dann aufdrehen», meinte Bing, der sehr konstant die lange Distanz bestritt und dafür ein Lob von Bundestrainer Frank Ullrich bekam. «Das war eine gute, respektable Leistung. Er hat das gebracht, was wir von ihm erwartet haben. Er hat sich die Teilnorm für Olympia verdient», sagte der Coach.

In Abwesenheit von Tobias Angerer, Hannes Dotzler, Tim Tscharnke und Jens Filbrich, die nach Krankheiten und Verletzungen eine Trainingsphase einlegten, lief es für die anderen Herren nicht besonders. Der Oberwiesenthaler Tom Reichelt holte sich als 29. wenigstens noch Weltcup-Punkte. Diese verfehlte Axel Teichmann als 38. klar. «Für ihn war sicher mehr drin. Er hat aber speziell ab dem höchsten Punkt der Strecke viel Zeit verloren, was auf ein Materialproblem hindeutet», sagte Ullrich.

Einen Einbruch erlebten die deutschen Damen, die ohne ihre bislang Beste, Denise Herrmann, antraten. Platz 27 von Katrin Zeller (Oberstdorf) war noch das beste Ergebnis. Rückkehrerin Claudia Nystad wurde 31, nachdem sie an der ersten Zwischenzeit als Zehnte noch gut im Rennen gelegen hatte.

Ullrich hofft nach Weihnachten auf einen Leistungsschub bei seinen Athleten. Denn bislang hat nur Herrmann die Fahrkarte nach Sotschi in der Tasche. «Bei der Tour de Ski werden wir angreifen», versprach der Coach.

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