WM-Gold
Iivo Niskanen jubelt über seinen Sieg auf den Schultern von Martin Johnsrud Sundby (l) und Niklas Dyrhaug. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Iivo Niskanen jubelt über seinen Sieg auf den Schultern von Martin Johnsrud Sundby (l) und Niklas Dyrhaug. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

dpa

Iivo Niskanen jubelt über seinen Sieg auf den Schultern von Martin Johnsrud Sundby (l) und Niklas Dyrhaug. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Lahti (dpa) - Iivo Niskanen hat ganz Finnland in Jubelstimmung versetzt. Der 25 Jahre alte Langläufer holte in Lahti WM-Gold im 15 Kilometer Langlauf im klassischen Stil vor den Norwegern Martin Johnsrud Sundby und Niklas Dyrhaug.

Damit revanchierte sich Niskanen für die verlorene Goldmedaille im Teamsprint, als er vom Norweger Emil Iversen in der Zielkurve behindert und zu Sturz gebracht wurde. Von den Deutschen, die ohnehin ohne große Erwartungen in den Wettkampf gegangen waren, erreichte Jonas Dobler als Bester nur den 27. Platz.

«Iivo, Iivo»-Rufe hallten schon lange vor Rennende durch das Lahti Sport Center. Der Finne, der in seiner Laufbahn bereits zwei Weltcup-Rennen über 15 Kilometer gewonnen hatte, stürmte vom ersten Meter an durch den tiefen und nassen Schnee. Die Konkurrenz war dem nicht gewachsen. Erst auf den letzten zwei Kilometern musste Niskanen seinem Höllentempo Tribut zollen und etwas von seinem großen Vorsprung abgeben. In Gefahr geriet der Sieg aber nicht.

Als sich der neue Weltmeister feiern ließ, waren die deutschen Starter bereits umgezogen. Zufrieden war niemand. «Wir hatten uns ein Ergebnis zwischen 15 und 20 vorgenommen. Das haben wir nicht geschafft», sagte Langlauf-Chef Andreas Schlütter. Auch Dobler, der erst eine Woche vor der WM nach längerem Krankheitsausfall wieder ins Wettkampfgeschehen eingestiegen war, hatte sich persönlich mehr vorgenommen. «Es waren ziemlich harte Bedingungen. Bei einer WM wünscht man sich da natürlich etwas besseres. Ich habe mich sehr geschunden», erklärte der Traunsteiner.

Sein Blick richtete sich bereits auf die Staffel-Entscheidung am Freitag. «Wir müssen das jetzt abhaken und neu angreifen», bemerkte Dobler. Nach dem Ausfall von Sebastian Eisenlauer (Schulterverletzung) und Tim Tscharnke (Erkrankung) werden auch dort keinerlei Erwartungen in Richtung vordere Platzierung an die DSV-Läufer gestellt.

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