Kombinierer Eric Frenzel beim Springen.
Kombinierer Eric Frenzel beim Springen.

Kombinierer Eric Frenzel beim Springen.

dpa

Kombinierer Eric Frenzel beim Springen.

Kuusamo (dpa) - Gefroren, gekämpft und wieder gefroren: Die deutschen nordischen Kombinierer haben sich in eisiger Kälte auch ohne Podestplatz nachdrücklich in der Weltspitze zurückgemeldet. Beim zweiten Weltcup des Winters im finnischen Kuusamo war das DSV-Team als Mannschaft eine Klasse für sich.

Beim Sieg des dreimaligen Olympiasiegers Felix Gottwald aus Österreich war Eric Frenzel aus Oberwiesenthal als Fünfter erneut bester Deutscher. Johannes Rydzek (Oberstdorf) wurde guter Siebter, Tino Edelmann (Zella-Mehlis) Achter und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) Zwölfter.

Besonders zufrieden war Frenzel, der nach Platz zwei am Freitag diesmal Fünfter wurde und damit die sehr hohe interne WM- Qualifikationsnorm mit zwei Platzierungen unter den besten Sechs erfüllte. «Mir ist schon eine kleine Last genommen. Jetzt kann ich ruhiger nach vorn sehen. Mit dem Einstieg in den Winter bin ich jedenfalls sehr einverstanden», meinte Frenzel, der sich trotz der Leistungen nicht als Kopf der Mannschaft sehen will. «Wir sind ein gutes Team, die Stimmung passt. Da braucht man keinen Leitwolf», betonte der Sachse.

Fausthandschuhe, getapte Gesichter, Gold- und Silberfolie unter den Laufanzügen - die arktische Kälte mit minus 19,5 Grad im Skistadion von Kuusamo sorgte für völlig neue Outfits bei den Aktiven. «Alles tut weh. Schon im Wettkampf habe ich meine Hände nicht gefühlt, jetzt friere ich nur noch», sagte der bibbernde Edelmann, der wie seine Teamkollegen nur die Devise hatte: Laufen, was das Zeug hält, um nicht völlig auszukühlen. Dabei überzogen die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch aber offensichtlich ein wenig, denn als Sieger Gottwald von Platz 20 kommend vorbeiflog, konnte keiner mehr kontern.

«Wir haben noch etwas Nachholbedarf beim Springen, das ist heute wieder offensichtlich geworden. Deshalb hatten wir insgesamt einen großen Rückstand. Aber mit dem Auftreten und dem Kampf der Jungs bin ich auch angesichts der Temperaturen sehr zufrieden», meinte Weinbuch, der seit dem Sommer an der Wettkampfgestaltung arbeitet, was in Kuusamo aber noch nicht von einem Sieg gekrönt war.

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