Kombinierer Fabian Rießle freut sich über seinen ersten Podestplatz. Foto: Patrick Seeger
Kombinierer Fabian Rießle freut sich über seinen ersten Podestplatz. Foto: Patrick Seeger

Kombinierer Fabian Rießle freut sich über seinen ersten Podestplatz. Foto: Patrick Seeger

dpa

Kombinierer Fabian Rießle freut sich über seinen ersten Podestplatz. Foto: Patrick Seeger

Chaux-Neuve (dpa) - Der Jubel im Ziel über den ersten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere kannte bei Fabian Rießle keine Grenzen. Mit einem tollen Finish sicherte sich der 22-jährige Nordische Kombinierer aus Breitnau im französischen Chaux-Neuve den dritten Platz.

Rießle stahl den erfolgsverwöhnten «alten Hasen» im deutschen Team die Show. «Das ist absolut überwältigend. So richtig daran geglaubt habe ich erst, als ich über die Ziellinie gefahren bin», sagte der Überglückliche.

Lediglich der Italiener Alessandro Pittin, der seinem Land den ersten Erfolg in der Weltcup-Geschichte bescherte, und Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis aus Frankreich lagen nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf vor dem Schwarzwälder. «Das Rennen hat vom ersten Meter an richtig wehgetan. Aber wenn so etwas herauskommt, ist der Schmerz verflogen. Dieser Erfolg gibt einen Schub. Ich werde am Samstag und Sonntag weiter angreifen», meinte Rießle.

Schon nach dem Springen deutete sich der spannendste Wettbewerb der laufenden Saison an. Gleich 36 Athleten hatten vor dem 10-Kilometer-Lauf einen Rückstand von weniger als einer Minute auf den Sprungsieger Lamy Chappuis. Der Lokalmatador kontrollierte auf den ersten Kilometern das Feld und sorgte mit der einen oder anderen kurzzeitigen Tempoverschärfung immer wieder für Unruhe.

Davon ließ sich Rießle nicht beeindrucken. Er hielt sich immer im Windschatten, stets bereit anzutreten, sollte vorn die Post abgehen. Das passierte aber erst drei Kilometer vor dem Ziel, als Pittin mit seinem Antritt für die Vorentscheidung sorgte. Nur der französische Olympiasieger vermochte einigermaßen Anschluss zu halten. Rießle hatte sich von allen Verfolgern die Kräfte am besten eingeteilt. Mit einem energischen Schlussspurt sicherte er sich Platz drei. «Am letzten Berg war ich schon weit weg. Aber dann habe ich alles gegeben, und es hat gereicht», berichtete er.

Damit war Rießle klar besser als die vier Medaillengewinner der vergangenen WM in Oslo. Johannes Rydzek (Oberstdorf) wurde Neunter, Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) arbeitete sich von Platz 35 nach dem Springen auf Rang elf nach vorn und lag damit noch einen Platz vor Weltmeister Eric Frenzel. Der Oberwiesenthaler war nach dem Springen als Siebter bester DSV-Kombinierer gewesen.

Für den weitesten Satz des Tages hatte Tino Edelmann gesorgt. Der Zella-Mehliser landete bei 116 Metern, verkantete aber bei der Landung und stürzte. Es war das dritte Mal in dieser Saison, dass Edelmann einen erstklassigen Sprung nicht stehen konnte. Als 44. nahm er den Lauf nicht in Angriff und sparte Kräfte für die zwei weiteren Weltcup-Veranstaltungen an diesem Wochenende.

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