Björn Kircheisen ist in Topform. Foto: Florian Schuh
Björn Kircheisen ist in Topform. Foto: Florian Schuh

Björn Kircheisen ist in Topform. Foto: Florian Schuh

dpa

Björn Kircheisen ist in Topform. Foto: Florian Schuh

Tschaikowski (dpa) - Bei eisigen Temperaturen von minus 26 Grad ist Björn Kircheisen erstmals im Olympia-Winter auf das Podest gestürmt.

In Abwesenheit fast aller Top-Athleten verpasste der 30 Jahre alte Nordische Kombinierer aus Johanngeorgenstadt als Zweiter hinter dem Schweizer Tim Hug nur knapp den 17. Weltcupsieg seiner Karriere. Nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf kam Kircheisen mit einem Rückstand von 5,7 Sekunden auf den Sieger ins Ziel. Dritter wurde der Tscheche Miroslav Dvorak.

«Ich muss sagen, die Reise hat sich bereits gelohnt. Ich hatte große Schwierigkeiten zu Beginn der Saison und jetzt läuft es immer besser», sagte Kircheisen.

Der achtmalige Vizeweltmeister sprang auf der kleinen Schanze 94,5 Meter weit und ging als 13. mit 1:33 Minuten Rückstand hinter Sprungsieger Jewgeni Klimow aus Russland in die Loipe. «Ich bin auf einem stabilen Niveau gesprungen», stellte Kircheisen zufrieden fest.

Mit einer dicken Gesichtsmaske als Schutz gegen die arktische Kälte rollte der Routinier das Feld von hinten auf, konnte den ebenfalls wie entfesselt zum ersten Weltcuperfolg seiner Karriere laufenden Hug aber nicht mehr stellen. «Es war ein gutes Rennen. Ich bin sehr glücklich», resümierte Kircheisen.

Der Sachse war nach seinem schleppenden Saisonstart von Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht ins Trainingslager nach Predazzo mitgenommen worden, um weitere Wettkampfpraxis sammeln zu können. «Für Björn sind Erfolgserlebnisse im Wettkampf wichtiger als Trainingsblöcke. Er soll mit einem guten Resultat weiter Selbstvertrauen tanken», hatte Weinbuch im Vorfeld erklärt. Dieser Plan ging auf.

Die anderen DSV-Starter enttäuschten dagegen. Tobias Simon aus Breitnau kam nur auf Rang 34, Wolfgang Bösl aus Berchtesgaden wurde als Fünfter nach dem Springen noch auf Platz 36 durchgereicht. Der Oberstdorfer Janis Morweiser wurde 38., Johannes Wasel aus Baiersbronn kam nichts ins Ziel.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer