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Björn Kircheisen landete den weitesten Sprung des Tages.

Björn Kircheisen landete den weitesten Sprung des Tages.

dpa

Björn Kircheisen landete den weitesten Sprung des Tages.

Ramsau (dpa) - Seit elf Jahren rannte Mario Stecher bei seinem Heimrennen im Weltcup der Kombinierer im Ramsau einem Podestplatz hinterher. Nun gelang dem 33 Jahre alten «Dauerbrenner» im österreichischen Team sogar ein Sieg.

Fast ebenso glücklich wie Stecher waren auch der Erzgebirgler Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) nach seinem ersten Podestplatz des Winters als Zweiter und der Allgäuer Johannes Rydzek, der nach Rang drei erstmals in seiner noch jungen Laufbahn ein Weltcup-Siegertreppchen besteigen durfte.

«Mit zwei Burschen auf dem Treppchen bin ich richtig zufrieden», meinte Bundestrainer Hermann Weinbuch nach dem spannenden Wettkampf in der Kombinierer-Hochburg. «Natürlich hätten wir auch gern gewonnen, doch es fehlt uns derzeit eben noch etwas die Spritzigkeit», analysierte Weinbuch. «Auch mannschaftlich ging's heute wieder gut. Tino Edelmann als Achter und Eric Frenzel auf Platz elf haben gute Wettkämpfe abgeliefert. Selbst Sebastian Haseney hat bei seinem Saisoneinstand mit Platz 19 gezeigt, dass wir in Richtung WM vielleicht noch mit ihm rechnen können», sagte der Bundestrainer.

Für Björn Kircheisen (27), der auf der Schanze Platz drei hinter dem erwartungsgemäß beim Laufen zurückgefallenen Norweger Espen Rian und Rydzek belegt hatte, war es wichtig, dass er beim Laufen jedes Tempo inklusive der Verschärfung durch Stecher mitgehen konnte. «Beim Springen bin ich schon stabil. Nachdem ich zuletzt in Lillehammer in der Loipe aber eingebrochen bin, wusste ich nicht, was ich wirklich drauf habe. Schade - beim Zieleinlauf bin ich etwas gestrauchelt, als ich auf Schlittschuhschritte umgestellt habe. Sonst wäre im schönen Fight mit Mario vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen», sagte Kircheisen. Er hat seit 2007 vier der acht ausgetragenen Weltcups am Dachstein gewonnen. Mit Stecher löste er sich einen Kilometer vor dem Ziel auf der anspruchsvollen Strecke aus der Spitzengruppe.

Für Johannes Rydzek kam das beste Ergebnis seiner Laufbahn und der erste Podestplatz überraschend. «Ich war schon froh, dass mir ein Supersprung gelungen war, und nervös vor dem Lauf. Beim Blick aufs Sprung-Ergebnis hatte ich auf eine Sechsergruppe im Laufen spekuliert. Dass ich mich dann im Kampf um Platz drei gegen den Olympiasieger und Supersprinter Jason Lamy Chappuis und Todd Lodwick behaupten konnte, hatte ich nicht erwartet», meinte der Osterstdorfer, der vor einer Woche erst 19 Jahre alt geworden war.

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