Liberec (dpa) - Lebenszeichen der deutschen Sprinter beim Ski-Langlauf-Weltcup: Nach einer Vielzahl von Enttäuschungen kamen die Spezialisten im tschechischen Liberec besser zurecht. Josef Wenzl aus Zwiesel erreichte als bester DSV-Starter sogar das Halbfinale - wurde dann jedoch nur Fünfter.

Am Ende stand Platz zehn zu Buche. «Das Team hat sich deutlich verbessert. Ich kann mich nicht erinnern, wann zuletzt drei Männer unter den Top 20 waren», sagte Bundestrainer Jochen Behle. Eine Überraschung gab es bei den Damen: Norwegens Seriensiegerin Marit Björgen, die nicht an der Tour de Ski teilgenommen hatte, musste bereits im Halbfinale die Segel streichen. Den Sieg holte sich Kikkan Randall aus den USA. Bei den Männern war Favorit Ola Vigen Hattestad aus Norwegen nicht zu schlagen.

«So ist nun mal der Sprint. Am Ende haben 0,2 Sekunden am Finaleinzug gefehlt», meinte Wenzl. Beim Einbiegen auf die Zielgerade wollte der Bayer auf der Innenbahn Boden gutmachen, doch die Konkurrenz «schlug die Tür zu». «Der fünfte Platz ist undankbar, vor allem, weil die Zeit locker für die Final-Teilnahme gereicht hätte», meinte Behle, der sich auch mit Sebastian Eisenlauer (Sonthofen/15.) und Daniel Heun (Gersdorf/18.) zufrieden zeigte.

Eine Enttäuschung war der Auftritt von Denise Herrmann (Oberwiesenthal). Die Prolog-Siebte der Tour de Ski war im Training locker wie selten. «Ich war bis Freitag gut drauf, doch in der Qualifikation ging vom ersten Meter an nichts», meinte die Sächsin traurig. Für sie sprang Hanna Kolb in die Bresche. Die Nachwuchsläuferin aus Buchenberg schied zwar im Viertelfinale gegen starke Konkurrenz aus, legte als 17. aber erneut ein starkes Ergebnis hin und sollte für die WM der Großen gesetzt sein.

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