Rückendeckung
DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller zieht stellt sich schützend vor die Langläufer.

DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller zieht stellt sich schützend vor die Langläufer.

dpa

DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller zieht stellt sich schützend vor die Langläufer.

Oslo (dpa) - Angesichts zunehmender öffentlicher Kritik an den Leistungen der deutschen Skilangläufer bei den nordischen Weltmeisterschaften in Oslo hat sich der Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), Thomas Pfüller, schützend vor die Athleten und Trainer gestellt.

«Natürlich würden wir uns wünschen, dass die Langläufer bei der WM noch die eine oder andere Medaille holen. Aber gemessen an den zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen wir im Vorfeld zu kämpfen hatten, können wir insgesamt mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein», sagte Pfüller der Nachrichtenagentur dpa.

Der Funktionär lobte die Leistungsträger wie Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl), Tobias Angerer (Vachendorf) und Axel Teichmann (Bad Lobenstein), die sich nach ihren langwierigen gesundheitlichen Problemen hervorragend zurückgemeldet hätten. «Mehr konnte man fast nicht erwarten», sagte er. Pfüller sprach die Materialprobleme im Rennen über 15 Kilometer an. «Es schmerzt, wenn man sehen muss, dass ein Top-Athlet wie Axel Teichmann praktisch von Beginn keine Chance hat, weil das Material nicht passt», bemerkte er.

Pfüller verbreitet trotz der bislang wenig erfolgreichen WM Optimismus. «Die Schwierigkeiten ändern nichts an der Tatsache, dass wir insbesondere im Männerbereich über eine Mannschaft mit einem Riesenpotenzial verfügen. Unsere jungen Athleten stehen bereits in den Startlöchern. Eine solch gute Perspektive hatten wir zuletzt vor zehn Jahren, als die heutigen Leistungsträger in den Weltcup drängten», sagte er.

Im Damenbereich kündigte er noch größere Anstrengungen an. «Uns war schon vor der WM klar, dass wir die Lücke, die Claudia Nystad hinterlassen hat, vorerst nicht schließen können. Hier müssen wir uns mit all unseren Kräften verstärkt im Nachwuchsbereich engagieren, um bis 2014 wieder an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen zu können.»

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