Zuversichtlich
Tobias Angerer will die Tour in den Top Ten abschließen. Foto: Hendrik Schmidt

Tobias Angerer will die Tour in den Top Ten abschließen. Foto: Hendrik Schmidt

Der Schweizer Dario Cologna siegte über 32 km mit einem Solo. Foto: Andrea Solero

Im Ziel lässt sich Cologna dann zu Boden sinken. Foto: Anrea Solero

Platz zwei und drei sichern sich der Norweger Northug (r) und der Russe Legkow (M). Foto: Andrea Solero

Völlig erschöpft liegen auch der Schwede Hellner (l) und der Franzose Manificat im Schnee. Foto: Andrea Solero

Wieder erholt posiert Dario Cologna bei der Siegerehrung mit Miss Italy 2011, Stefania Bivone (l). Foto: Andrea Solero

dpa, Bild 1 von 6

Tobias Angerer will die Tour in den Top Ten abschließen. Foto: Hendrik Schmidt

Toblach (dpa) - Mit eine Energieleistung besonderer Klasse haben Jens Filbrich und Tobias Angerer ihre Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung bei der Tour de Ski der Langläufer gewahrt.

Das deutsche Duo kam auf dem siebten Tagesabschnitt über 32 Kilometer von Cortina nach Toblach auf den Plätzen 12 und 13 ins Ziel und hat bis zum siebten Rang nur noch einen Rückstand von zwölf Sekunden. Der Schweizer Dario Cologna legte mit einem einsamen Husarenritt an der Spitze die Grundlage zu seinem dritten Gesamtsieg. Er hat vor den letzten beiden Etappen am Samstag und Sonntag in Val di Fiemme 1:20,8 Minuten Vorsprung vor dem Norweger Petter Northug, den ein Schwächeanfall erhebliche Zeit kostete.

«Das war die erwartet schwere Etappe. Aber wir haben mit Fibs sehr gut harmoniert und die Gruppe angeführt. Leider haben die anderen nicht so mitgemacht, sonst wäre vielleicht noch mehr drin gewesen», sagte Angerer. Der Vachendorfer ist optimistisch, nun noch angreifen zu können: «Das nächste Rennen ist ein Massenstartwettbewerb, bei dem es viele Bonussekunden bei Zwischensprints gibt. Und die sind diesmal oben am Berg, das liegt mir.»

Filbrich ist ein wenig stolz, als bester DSV-Läufer ins Finale gehen zu können. «Das ist schön, aber auch nur eine Momentaufnahme. Und es ist ja auch nur eine Zehntelsekunde, dich ich vor Tobi liege», sagte der Frankenhainer. Für den 20-Kilometer-Klassiklauf am Samstag sieht er nicht nur Vorteile. «Normalerweise könnte man einen Mannschaftszug mit den anderen Teamkollegen aufmachen. Aber der würde durch die vielen Sprints sicher gesprengt werden. Klar werden wir zusammenarbeiten, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Aber planen kann man dies nicht», sagte der Thüringer.

Eine neue Erfahrung machte Tim Tscharnke. Der Youngster aus Biberau, der bislang eine hervorragende Tour absolviert, war in seiner Gruppe zweimal fast abgeschlagen. «Das war die schwerste Etappe, die ich je gelaufen bin. Ich hatte zwei Durchhänger und konnte mich nur mit Mühe wieder herankämpfen. Wozu ich nach dem heutigen Tag noch fähig bin, kann ich beim besten Willen nicht vorhersagen», meinte der Teamsprint-Olympia-Zweite von Vancouver, der in der Gesamtwertung auf Rang 17 liegt.

Überraschend kam der Sololauf von Cologna. Zwar hatte Northug schon nach drei Kilometer zum Titelverteidiger aufgeschlossen, sich dabei aber offensichtlich übernommen. Während der Eidgenosse wie ein gutes Schweizer Uhrwerk sein Rennen lief, fiel der Norweger immer weiter zurück und konnte erst im Zielsprint seinen zweiten Platz zurückerobern.

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