Viktoria Rebensburg freut sich auf das Rennen in Lake Louise. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Viktoria Rebensburg freut sich auf das Rennen in Lake Louise. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Viktoria Rebensburg freut sich auf das Rennen in Lake Louise. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

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Viktoria Rebensburg freut sich auf das Rennen in Lake Louise. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Val d'Isère/Lake Louise (dpa) - Drei Ski-Wochenenden lang mussten die deutschen Speed-Fahrer ihren Kollegen beim Schlängeln durch die Torstangen zusehen - nun geht auch in den schnellen Alpin-Disziplinen endlich die Saison los.

Sowohl beim ersten Super-G der Männer am Freitag in Val d'Isère (12.00 Uhr) als auch der Frauen-Abfahrt in Lake Louise (20.30 Uhr/MEZ) stehen im deutschen Team Rekonvaleszenten im Fokus. Viktoria Rebensburg, Tobias Stechert und Josef Ferstl wollen nach zum Teil ganz langen Verletzungspausen wieder angreifen.

Die Hoffnungen im Deutschen Skiverband (DSV) auf einen vorderen Rang ruhen aber auf Andreas Sander, der sich in Abwesenheit der Kollegen in der Vorsaison enorm gesteigert hatte. Beim Saison-Abschluss in St. Moritz überzeugte der 27 Jahre alte Ennepetaler mit Platz sechs im Super-G und damit dem besten Weltcup seiner Karriere.

In solche Regionen wollen auch die drei Rückkehrer wieder vordringen:

VIKTORIA REBENSBURG (27)

Zwölfmal fuhr die Kreutherin in den vergangenen zwei Wintern in die Abfahrt-Top-Ten bei Weltcups und WM, elfmal gelang ihr das im Super-G - ein Speed-Sieg schien ergo nur noch eine Frage der Zeit. Dann aber verletzte sich die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 vor dem Saisonstart am Schienbeinkopf und stieg nach einer wochenlangen Reha erst zuletzt wieder in das Riesentorlauf-Training ein. Beim Comeback am vergangenen Wochenende in Killington wurde sie 19. Die langen Bretter für Abfahrt und Super-G schnallte sie erst vor wenigen Tagen wieder an und bleibt bei ihrer Prognose entsprechend zurückhaltend.

«Jetzt heißt es für mich, möglichst schnell den Wechsel auf die Speedski zu bewerkstelligen», sagte Rebensburg, die auf viele Läufe im Training und Rennen setzt, «um so auch im Speedbereich möglichst schnell wieder Sicherheit gewinnen zu können».

TOBIAS STECHERT (31)

Der Routinier galt lange als großer Hoffnungsträger im Speed-Team, wurde von Verletzungen aber immer wieder zurückgeworfen. Sein letztes Weltcup-Rennen bestritt er im Januar 2015 in Wengen mit Platz sieben, ehe er auf der Kitzbühler Streif eine Knochenabsplitterung erlitt und seitdem keinen Weltcup mehr absolvierte. Die Saison 2015/16 ließ er nach der insgesamt sechsten Knie-OP im August 2015 komplett aus, auch um sich keinen Druck für das Comeback zu machen. Das steht nun an.

«Mich freut es für den Stechert Tobi, dem kein Arzt irgendeine Chance gegeben hat zurückzukommen, dass es ihm so gut geht», sagte Herren-Bundestrainer Mathias Berthold. Seit seinem Debüt in Val d'Isère im Januar 2007 bringt es Stechert auf nur 45 Weltcup-Starts.

JOSEF FERSTL (27)

In Abwesenheit von Stechert schien Ferstl im Winter 2015/16 drauf und dran, bis in die Weltspitze vorzurücken. Er verkörperte die Hoffnung auf den ersten Podestrang der deutschen Männer in einem Speed-Rennen seit Stephan Kepplers zweitem Platz 2010 beim Super-G in Gröden. Dann aber riss beim Sohn des zweimaligen Kitzbühel-Siegers Sepp Ferstl im Abfahrtstraining in Santa Caterina das Kreuzband. Wenige Tage davor hatte er einen vielversprechenden zehnten Rang in der Abfahrt in Gröden und damit den dritten Top-Ten-Platz seiner Karriere erreicht.

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