Ihrem vierten Platz von Lienz will Christina Geiger weitere Erfolge folgen lassen. Foto: Oskar Höher
Ihrem vierten Platz von Lienz will Christina Geiger weitere Erfolge folgen lassen. Foto: Oskar Höher

Ihrem vierten Platz von Lienz will Christina Geiger weitere Erfolge folgen lassen. Foto: Oskar Höher

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Ihrem vierten Platz von Lienz will Christina Geiger weitere Erfolge folgen lassen. Foto: Oskar Höher

Zagreb (dpa) - Felix Neureuther ist zurück unter den Sieganwärtern und Maria Höfl-Riesch nicht mehr Alleinunterhalterin im Slalom-Team: Nach dem verheißungsvollen Jahresende sollen für die deutschen Technik-Asse Torlauf-Festtage folgen.

Mit sieben Rennen im Stangenwald binnen drei Wochen nimmt der alpine Ski-Weltcup Fahrt auf, besonders Christina Geiger möchte als Vierte von Lienz ihren Schwung aus der Nachweihnachtszeit mit ins neue Jahr mitnehmen. «Ich freue mich auf Zagreb, und mit einem vierten Platz im Gepäck fährt auch das Selbstvertrauen mit», sagte die 21-Jährige vor dem Rennen am Dienstag auf dem Bärenberg nahe der kroatischen Hauptstadt.

Mit dem nur hauchdünn verpassten zweiten Podestplatz ihrer Karriere machte die Junioren-Weltmeisterin von 2010 Hoffnung auf ein Wiedererstarken von Sportlerinnen aus der zweiten Reihe im einst dominanten deutschen Slalom-Team. Konnten sich in der Saison 2009/10 gleich fünfmal vier Fahrerinnen unter den Top 12 platzieren, gelang dieses Kunststück seitdem in 13 Anläufen nicht mehr.

Bereits im WM-Jahr mangelte es hinter der Gesamtweltcupsiegerin Maria Riesch an Spitzenergebnissen, diesen Winter kommt für den Deutschen Skiverband auch noch Verletzungspech hinzu. «Es ist klar, dass es eine schwierige Saison werden würde», sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. «Mit Susanne Riesch fehlt eine Top-Ten-Fahrerin im Slalom und mit Kathrin Hölzl eine Top-15-Fahrerin.»

Dass sie eine Aspirantin auf Spitzenplatzierungen sein kann, hatte Geiger bereits vor einem Jahr als Dritte von Semmering unter Beweis gestellt. Doch während ihre Trainer schon zuvor mahnten, dass Talent alleine nicht für die Weltspitze reiche, ließ die deutsche Slalom- Meisterin vergangenen Winter bei vier Ausfällen in neun Rennen auch Konstanz vermissen. «Sie fährt technisch sehr gut, was ihr ein bisschen fehlt ist die letzte Angriffslust», analysierte Maier nun ihren jüngsten Auftritt.

Nach dem Weltcup von Zagreb soll es angesichts der zuletzt unbefriedigenden Ergebnisse der Nachwuchsgarde Änderungen im Slalom-Team geben, dessen Fixpunkt weiter Höfl-Riesch ist. «Man sieht, sie ist auf dem Podest und wenn man dann im Training an ihr dran ist, dann beflügelt einen das natürlich schon», berichtete Geiger über den Anschauungsunterricht bei der Weltmeisterin und Olympiasiegerin.

Neben der Oberstdorferin will auch Lena Dürr die Lücke füllen, die Susanne Riesch (Kreuzbandriss) und Hölzl (Stoffwechselerkrankung) in der Torlauf-Mannschaft derzeit hinterlassen. Die 20-Jährige glänzte zuletzt mit zwei Laufbestzeiten im zweiten Durchgang und ihrem besten Karriereresultat als Achte von Courchevel. «Es ist für mich ein schönes Jahr gewesen», meinte die Germeringerin, die vergangenen Sommer zudem ihr Abitur schaffte.

Für Neureuther gab es 2011 mit der missglückten Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen und einer Knieverletzung mehr Tiefen als Höhen. Doch zuletzt ging es für den 27-Jährigen in Alta Badia und Lienz mit den Plätzen drei und vier wieder deutlich aufwärts. «Ich fühle mich gut und möchte in Zagreb wieder eine Top-Platzierung erreichen», kündigte der zweimalige Weltcupsieger für den Slalom am Donnerstag an.

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